Nach dem wunderschönen „The Ring“ gab es wieder eher Auftragsarbeiten zu erledigen. „The Farmer`s wife“ gehörte in jedem Fall dazu. Das Lustspiel, welches im Theater große Erfolge erzielt hatte, sollte nun für die Leinwand adaptiert werden und kann unschön als Vorläufer zu „Bauer sucht Frau“ gewertet werden. Hier geht es nämlich lediglich darum, dass ein verwitweter Bauer eine neue Frau sucht und sich dabei auf 3 bis 4 Kandidatinnen festgelegt hat, die er nacheinander abklappert. Manche Gags sitzen immer noch, aber zu großen Teilen wiederholt sich das Sujet und bietet einige Längen, bei einer Spielzeit von 107 Minuten. Es gibt zwar auch hier durchaus einige interessante Einstellungen zu bewundern aber der Inhalt gab für die Länge des Films einfach zu wenig her, um daraus einen durchgängig interessanten Film zu gestalten. Zudem bot die klare Herkunft aus dem Theater sehr wenig Möglichkeiten sich visuell zu entfalten. Gerade die Außenaufnahmen sind nämlich zu großen Teilen die besten im Film, wobei das „Spiel um den Stuhl“ ebenfalls sehr einfallsreich ausgearbeitet wurde und für weitere Highlights sorgt. Trotzdem ist dies aus heutiger Sicht kein wirklich guter Film und bildet in der Filmographie von Alfred Hitchcock lediglich eine Randnotiz. Er selbst sprach ebenfalls nur von einer Routine-Arbeit. Immerhin fand er die Dreharbeiten auf dem Land sehr reizvoll, weshalb er sich kurz darauf auch ein Landhaus außerhalb von London kaufte. Trotzdem nur für Fans reizvoll, die alles sehen möchten.