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Amerika in den 30er Jahren. Verschiedene Clans bekämpfen sich, dringen gegenseitig in ihre Territorien ein. Doch das FBI versucht mit allen Mitteln, die Bevölkerung zu schützen, vergebens. Doch Cop Max wird als Underdcover-Agent zur Mafia geschickt und kann sich dort schnell einen Namen machen. Doch der mächtige Dutch Schultz ist ein mächtiger Feind und Max versucht, die Clans gegeneinander aufzuhetzen.

Für The Outfit zeigt sich erneut mal wieder das Duo Infernale Kamen/Ingvordsen in sämtlichen verfügbaren Stab- und Schauspielfunktionen zuständig. Immerhin hatten die beiden offenbar erstmals so etwas wie ein Budget zur Verfügung, denn mit Martin Kove, Lance Henriksen und Billy Drago sind diesmal sogar ein paar bekannte Namen am Start und auch die Kulissen und Requisiten sind erfolgreich der Prohibitionszeit angepaßt. Nur als Story fiel den beiden nichts ein, außer ihren Streifen Mob War neu zu verfilmen.
Wir haben also mal wieder zwei konkurrierende Gangsterbanden, korrupte Bullen und Oberboss Billy Drago (leider nur mit 5 Min Screentime) der die Lage nicht mehr unter Kontrolle bringt. Das 30er Flair ist dabei recht gut rübergekommen. Irgendwie liebe ich die damaligen Weißwandreifen und die schicken MG´s mit den kugelförmigen Magazinen. Zwei Clans haben dabei die schadhafte Angewohnheit den jeweils lukrativen Alkoholschmuggel der anderen zu unterbinden oder wenigstens das Personal des Rivalen durch fleißiges Drive-by Shooting zu dezimieren.
Es ist aber schlicht mal wieder zum ko..en das Regisseur Ingvordsen sich diesmal sogar auch noch die Hauptrolle zugeschustert hat. Jung, du hast keinerlei Talent für Actionszenen und auch nur den einen Gesichtsausdruck irgendwo zwischen erheblich und arrogant. Der Rest ansonsten ist zwar nicht überragend, hätte aber dennoch für einen zumindest soliden Gangsterthriller gereicht. Die Action zieht zwar choreografisch keine Wurst vom Teller, aber man ballert zumindest regelmäßig aufeinander.
Der Film hat so zwar deutliche Schwächen (auch der schlechte Cut macht sich bemerkbar), kann sich aber rühmen erfolgreich Last Man Standing kopiert zu haben, sogar drei Jahre bevor dieser selbst gedreht wurde, die klassische Schaf im Wolfspelz Nummer eben.

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