Nach den senastionellen Einspielergebnissen von "The Big Boss" und "Fist of Fury" hatte Bruce Lee seinen Vertrag mit Golden Harvest erfüllt.
Eine weitere Zusammenarbeit mit Lo Wei lehnte er ab und gründete seine eigene Produktionsfirma "Concord" und in Zusammenarbeit mit Golden Harvest entstand "The Way of the Dragon".
Das Budget betrug 130.000 Dollar und Lee fungierte hier als Regisseur, Ko-Produzent, Drehbuchautor, Hauptdarsteller und Fight-Choreographer.
Als erster Hongkong Film überhaupt wurde der Film im westlichen Ausland, in diesem Falle, Rom gedreht. Der Film war nur für den asiatischen Markt gemacht und so wollte Lee seinen Landsleuten exotische Locations zeigen. Der Film war 1972 in Hongkong eine Sensation.
Mit dem Film setzte Bruce Lee einen Trend, der bis heute anhält:
Comedy mit harter Action zu kombinieren.
Neben den üblichen "Verdächtigen" Nora Miao, Tony Liu, Unicorn Chan oder auch Wei Ping Ao, verpflichtete Lee hier erstmals echte Kampfkünstler, wie z.B. den koreanischen Hapkido-Meister Whang In-Sik oder den US-Karate Profi Bob Wall.
Als Hauptgegenspieler wollte er Joe Lewis verpflichten, der sich jedoch nicht von Bruce Lee" verprügeln" lassen sollte. Also ging die Rolle an den mehrfachen Karate-Weltmeister Chuck Norris.
Die erste halbe Stunde des Films beinhaltet einige autobiografische Comedy Elemente,die einen sympathischeren Bruce Lee zeigen, nicht vergleichbar mit den beiden vorherigen Filmen. Er, ein Landei aus den New Territories, trifft zuerst auf die auslandserfahrenen Chinesen, später auf italienische Gangster und ausländischen Kampfprofis. Das führt auch für westliche Zuschauer zu einigen amüsanten Szenen.
Nach dieser Anlaufzeit kommt jedoch eine Kampfszene nach der anderen, u.a. eine phänomenale Sequenz mit zwei Nunchakus.
Auch die Fights gegen Bob Wall und Whang In-Sik sind mehr als sehenswert. Der Film wird hier im Grundton deutlich härter.
Der absolute Höhepunkt des Films und der ultimative Showdown ist der Zweikampf zwischen Bruce Lee und Chuck Norris.
Bruce Lee erweist sich gerade in den Szenen, als er in das Kolosseum gelockt wird, als guter Regisseur.
Es wurde wirklich im Kolosseum (ohne Drehgenehmigung !) gedreht und so entstand eine Atmosphäre, die im Eastern und im Action-Kino im allgemeinen einmalig sein dürfte. Der Fight selber wurde in den Golden Harvest Studios realisiert.
Die Idee Lees war es hier, die beiden Kontrahenten wie Gladiatoren kämpfen zu lassen.
Hier sind keine Tänzer oder Akrobaten am Werk, keine Schauspieler mit bescheidenen Martial Arts-Kenntnissen, sondern zwei der besten Kampfkünstler aller Zeiten.
Die beiden liefern sich einen gnadenlosen Schlagabtausch, ohne Wirework oder Trampolin, ohne Upspeed. Hier muss nichts durch schnellen Schnitt kaschiert werden.
Vor und im Kampf wird immer wieder auf eine Katze geschnitten.
Sie soll den katzenhaften Stil Bruce Lees zu den kraftvollen Bewegungen von Chuck Norris symbolisieren.
Einzigartig auch der Respekt den Lee seinem Gegner zollt. In einer sehr schönen Szene bedeckt er den toten Norris mit seiner Jacke und seinen Gürtel
Zusammengefasst ist das der beste Zweikampf der Filmgeschichte, ultimativ im Realismus und im Detail.
Der Film spielte 5,3 Millionen HK-Dollar ein, übertraf den Erfolg von "Fist of Fury" und wurde der erfolgreichste Bruce Lee Film in Hongkong.