kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 24.04.2012
Wie jeder Bruce-Lee-Film ein mittelmäßiges Produkt, das alleine vom Charisma (nicht etwa von einem ominösen Schauspieltalent) des Hauptdarstellers lebt. Trotz vieler selbstironischer Spitzen, die Lee als kauzigen Welttouristen darstellen, zieht sich gerade die erste Hälfte mitunter enorm; selbst die römischen Kulissen können nicht die Reißbrettstory übertünchen, die zudem noch an der Umsetzung hakt, denn was man Lee da anfangs als Kanonenfutter vorsetzt, wird ihm nicht gerecht. Wie schön, dass wir Chuck haben: Der Endfight im Kolosseum überzeugt mit einer merkwürdigen Mischung aus kurioser Regie (eine einzige Zoomorgie zwischen den Gesichtern Lees, Norris' und einer Babykatze) und irgendwo grobschlächtiger, dann aber auch wieder erinnerungswürdiger Kampfchoreografie, die spätestens dann Geschichte schreibt, als Lee Norris an der Brust packt, ihm einen Büschel ausreißt und ihn erfolglos aus der Hand zu pusten versucht.
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