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Als angeblicher Juwelenräuber wird Rearden zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Er soll sich hier mit einem Sowjet-Spion anzufreunden, der ebenfalls hier eingesperrt ist. Dessen Hintermänner organisieren wie erwartet die Flucht der beiden Kumpels – erst danach dämmert Rearden, dass er nur eine Marionette in einem abgekarteten Spiel ist.

Irgendwie wirkt John Hustons Thriller ein wenig unausgeglichen. Der Juwelenklau beim Postboten und der anschließende Gefängnisaufenthalt ist noch recht spannend dargestellt, während das Finale in Irland eher politisch dominiert ist. Der Reiz des Auftaktes ist einfach, das man als Zuschauer so gar nicht recht weiß, wer hier genau eigentlich welche Rolle spielt.
Da monologisiert ein Politiker über Patriotismus, unvermittelt wird der Mackintosh Mann und Reardens Auftraggeber in den Ring geworfen. Alles ist sehr geheimnisvoll und undurchsichtig, die Flucht aus dem Gefängnis ist clever geplant und sieht gut aus.
Paul Newman wird auch nicht mehr mein Lieblingsdarsteller werden, irgendwie trägt er immer eine gewisse Arroganz spazieren, darf mal wieder den Womanizer spielen und völlig ohne Vorbereitung Mack´s Tochter abknutschen. John Huston selbst hat auch schon gehaltvolleres gedreht. Bleibt am Ende ein knapp überdurchschnittlicher Thriller, der aber leider nie so richtig zu fesseln vermag.
6/10

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