Eric kommt auf schreckliche Weise bei einem makabren Streich auf einem Friedhof ums Leben. Bobby wird als Verursacher zu einigen Jahren Jugendgefängnis verurteilt. Sieben Jahre später wird er wegen guter Führung entlassen und trifft sich mit den anderen in der Nähe des Friedhofs, um das schreckliche Erlebnis von damals aufzuarbeiten. Doch auch ein geistig kranker Mensch ist unter ihnen, denn er nutzt die Zusammenkunft für seine ganz eigene Rache an der Gruppe.
Es ist schon erstaunlich welch unterpriviligierten Schwall das Slasher Genre, das ohnehin eigentlich ja schon klinisch am Ende ist, in all den Jahren hervorgebracht. Ok, es ist ja ziemlich einfach zum Drehen. Man nehme ein paar Kumpels mit in freie Natur, erfinde irgendeine Urban Legend mit zugehörigem Killer und garniere das Geschehen mit ein paar Litern Kunstblut, fertig ist das Meisterwerk. Drehbücher und Spannung sind dabei willkommen, wenn man sie zufällig findet, aber ansonsten lediglich optional. Gut, soll ja jeder in seiner Freizeit machen was man will, aber muß man dann noch alles über den großen Teich karren? Ist die Horrorcrowd so gierig?
Ich zumindest hab in Graveyard nicht gesehen, was ihn irgendwie lohnend machen könnte. Da ist nix was man schon zig und auch meist besser gesehen hat. Darsteller Güteklasse D stapfen hier entweder durch den Wald, durch ein Camp oder dem titelgebenden Friedhof und der böse Killer schlitzt sich durch die unwichtigen Nebenfiguren. Leider ist das hier weder spannend noch besonders blutig ausgefallen, weil einem die Klischeetypen eh gepflegt am Allerwertesten vorbei gehen. Lediglich das Raten wer von dem Haufen sich unter der Killermaske verbirgt hält das Interesse noch ein wenig aufrecht. Es gibt aber sicher bessere Wege seine Lebenszeit zu verkürzen.
3/10