„Flags of our fathers" ist ein beeindruckender Antikriegsfilm von Clint Eastwood. Die amerikanische Sicht der Schlacht von Iwojima, als auch die Geschichte rum um das berühmte Photo über das Aufstellen der US Flagge wird hier thematisiert. Der Krieg ist grausam und brutal. Die jungen Soldaten zerbrechen daran. So auch einer der Helden von Iwojima, ein Indianer der sich nicht als Held sieht und doch von der US Propaganda missbraucht wird. Doch auch für die anderen Helden ist es nicht einfach. Clint Eastwood schafft es ein treffendes Bild über den zweiten Weltkrieg aus US Sicht zu machen und entzaubert so nebenbei einen Kriegsmythos.
Alle Szenen die sich direkt mit der Schlacht befassen sind einfach beeindruckend und überzeugend gespielt. Doch für Soldaten geht der Krieg auch nach der Schlacht weiter. Die Erinnerungen an die toten Kameraden und Freunde bleiben bestehen. Im Krieg gibt es nun mal keine Heldengeschichten. Als ich den Film zum ersten Mal gesehen habe, war ich etwas verwirrt über die Zeitsprünge und fast enttäuscht über zu wenige echte Kriegsszenen. Doch nach dem Ansehen von „Letters from Iwo Jima" erscheint auch „Flags of our fathers" in einem anderen Licht. Durch diese Rückblenden und dass der Film eigentlich auf 3 Ebenen läuft lassen den Film beim ersten Mal etwas langatmig wirken. Irgendwie traurig wie mit den Soldaten nach dem Krieg umgegangen worden ist. Ein sehr vielschichtiges Werk vom Meisterregisseur. Vielleicht dramatisiert „Letters from Iwo Jima" das Grauen des Krieges besser. Doch die US Sicht besticht durch ihre eigene Art. Der Film selbst gehört zu den besseren über den zweiten Weltkrieg und so gar nicht typisch für Kriegsdramen. Beeindruckend und effektvoll in Szene gesetzt.