Habt ihr euch schon einmal gefragt, was es mit den Künstlernamen von Pornostars auf sich hat? Werden die auf gut Glück oder ganz bewußt gewählt? Steckt vielleicht irgendeine Bedeutung dahinter? Wie wichtig ist ein guter "Stage Name"? Und wieso beläßt man es nicht beim eigenen Namen?
Die siebenundfünfzigminütige Dokumentation Fluffy Cumsalot, Porn Star liefert einige Antworten auf diese Fragen, und die Gründe für die Wahl von diesem oder jenem Namen sind oft überraschend, aber doch stets nachvollziehbar. Daß es notwendig ist, sich ein Pseudonym zuzulegen, liegt auf der Hand. Der Großteil der im Pornogeschäft tätigen Männer und Frauen (ganz besonders Neulinge) möchte nicht, daß Eltern, Geschwister und Bekannte von ihrem Beruf erfahren. Außerdem besteht die nicht zu unterschätzende Gefahr, von aufdringlichen Fans oder gar Stalkern belagert zu werden, denn mittels eines echten Namens läßt sich mit etwas Glück auch die dazugehörige Adresse eruieren. Und so bemüht man die grauen Zellen und läßt der Kreativität freien Lauf, und heraus kommt - im besten Fall - ein einprägsamer, unverwechselbarer Name, mit dem alle (Produzenten, Fans, und natürlich die Darsteller selbst) glücklich sind. Die Inspirationsquellen sind mannigfaltig: der richtige Name in abgewandelter Form, eine Stadt aus einem Atlas, eine Romanfigur, ein Name aus dem Telefonbuch, Highschool-Bekanntschaften, oder Figuren aus Filmen wie Charlie's Angels oder Karate Kid. Gerne lehnt man sich auch an einen bereits etablierten Pornostar an, holt sich Inspiration aus Radiosongs, oder bemüht sogar die Götter. Selbst pragmatische Gründe (z. B. soll der Name einfach sein und in Japan problemlos ausgesprochen werden können) spielen manchmal eine entscheidende Rolle. Zig Pornostars und -sternchen, u. a. Jenna Jameson, Veronica Hart, Shanna McCullough, Jill Kelly, Seymore Butts, Nina Hartley, Marilyn Chambers, Stephanie Swift, Janine Lindemulder, sowie natürlich der unvermeidliche Ron "the hedgehog" Jeremy, kommen in dieser kurzweiligen und unterhaltsamen Dokumentation (kurz) zu Wort und bombardieren den Zuschauer mit Informationen im Minutentakt. Wer sich für diese Thematik interessiert, kommt bei Fluffy Cumsalot, Porn Star auf seine Kosten.
Ach ja, einig sind sich fast alle Beteiligten darüber, daß der Name irgendwie glaubwürdig und nicht "too porno" sein sollte. Und aus diesem Grund gibt es auch keine Fluffy Cumsalot. Andererseits... eine Ivana Fukalot existiert tatsächlich.