Die Apache Indianer wurden von der US-Regierung in ein Reservat umgesiedelt. Doch nicht alle kommen mit ihrem neuen Leben als Farmer zurecht, allen voran Geronimo. Enttäuscht von zahllosen gebrochenen Versprechen versammelt er einige Gleichgesinnte um sich. Die Indianer wollen die Regierung demütigen und ihre uralten Rechte einfordern.
Der Westernerfahrene Regisseur Walter Hill nahm sich hier vor mit seinen Worten die Geschichte des letzten Indianerkriegs, die unverrückbar mit der Person des Apachenhäuptlings Geronimo verbunden ist, zu erzählen. Hierzu benutzt er klare Worte, denn die Bleichgesichter (Hier ständig Weißaugen genant) verhalten sich alles andere als ehrenhaft, Verträge werden gebrochen, Lügen erzählt und auch der zwischenmenschliche Umgang ist mit suboptimal noch großzügig formuliert.
Erzählt wird die Geschichte größtensteils aus der Perspektive eines blutjungen Greenhorn 2. Lieutenant, der auch stellvertretend für den Zuschauer die naiven Fragen zum Ablauf an die erfahrenen Veteranen stellt. So bekommt man doch einiges an Einblicken in die Welt und Denkweisen der amerikanischen Ureinwohner. Der Film macht dabei auch einen recht authentischen Eindruck, so daß auch Geschichtsbanausen wie meinereiner davon ausgehen können das hier die tatsächlichen Ereignisse realitätsgetreu (zumindest in weiten Teilen) wiedergegeben werden.
Ebenfalls erfreulich ist der bewußte Verzicht auf Pathos, beide Seiten laden Schuld auf sich (die Roten morden Siedler, die Weißen bescheißen wo sie nur können und massakrieren munter vor sich hin), keine Seite ist aber eindeutig schwarz oder weiß und am Ende gibt es eigentlich keine Gewinner. Die Intention ist dabei offensichlich keine Wild West Romantik a la der mit dem Wolf tanzt zu schaffen, sondern ein wahres Abbild eines dunklen Kapitels amerikanischer Geschichte.
So ergeben tolle Landschaftsbilder, gelegentliche Fights und auch viel lehrreiches einen guten Mix, der allerdings auch noch deutlich detaillierter hätte ausfallen können. Zwei Stunden sind zu wenig, für das was Hill sich hier vorgenommen hat. Die Darsteller leisten ebenfalls ganz ok ihre Arbeit, auch wenn manche der Charaktere eher zu jung und blass wirken.
7/10