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Der Bankräuber Jack Foley verabscheut Gewalt. Eines Tages flüchtet er mit seinem Freund Buddy aus dem Gefängnis, jedoch müssen sie bei ihrer Flucht US-Marshall Karen Sisco entführen um zu entkommen. Foley wird zufällig eine Weile mit Sisco im Kofferraum eines Autos eingesperrt und beide kommen sich näher. Nachdem Sisco entkommen konnte, macht sie Jagd auf die Ganoven.

Love in an Elevator war gestern, wenn es nach out of Sight geht ist heute Love in a trunk viel mehr angesagt. Steven Soderbergh und George Clooney konnten hier jedenfalls perfekt für Oceans Eleven trainieren. Clooney bekommt wieder die Rolle des smarten Gentleman-Gangsters, der bei seinen Übrfällen lieber auf Cleverness, als auf Gewalt setzt. Auch die Grundstimmung beider Filme ist beinahe identisch. Unterschwelliger aber geschickter Humor bestimmt den Ton, die Kriminellen sind eigentlich die Sympathierfiguren Und auf Brutalitäten wird weitgehend verzichtet.
Größtes Manko für mich war, neben der unglaubwürdigen Story, die viel zu lange Laufzeit über zwei Stunden. Wir haben hier ja keine Bibel Verfilmung sondern eine easy listeniing romantische Komödie. Da werden Subplots unnötig aufgebläht. Zumindest die ständigen Karrierepläne von Frau Sisco oder Foleys Beschützerinstinkte für seine alte Flamme hätte man gerne kürzen oder gar streichen können. Mich zumindest hats net gejuckt.
Zumindest beweist out of Sight das Liebe offensichtlich nicht nur blind, sondern auch blöd macht. Man kennt sich nicht, fährt ein paar Minuten in einem Kofferraum (der verdächtig geräumig und gut ausgeleuchtet ist) zusammengedrängt herum und schwupps, Foley läßt eine sichere Flucht sausen und Sisco läßt ihn sogar aus dem Hotel entkommen. Besser sind da schon die häufigen Flashback Einlagen, in denen gezeigt wird, wie die einzelnen Personen eigentlich zusammenhängen, bis man sich gen Ende zum großen Coup trifft. Einer Riesenvilla in der die Beute von 5 Mios in Rohdiamanten versteckt ist.
Insgesamt aber leichter Daumen nach oben. Der angenehme Humor bringt den Zuschauer recht unfallfrei über die tory und Laufzeit. Wenns nach mir gegangen wäre hätte man Jennifer Lopez (mal wieder) gerne komplett aus der Handlung streichen können, das wäre dann ein charmantes Pseudo-Prequel zu Oceans eleven geworden. So ist es eine leicht beschwingte Komödie geworden, top besetzt bis in die Nebenrollen.
6/10

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