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Bankräuber Jack bricht mit Hilfe seines Kumpels Buddy aus dem Knast aus, entführt dabei Cop Karen und verliebt sich instant in sie. Während sie nach und nach weitere Flüchtige einsammelt, umgarnt er sie, dabei steht doch ein großer Job an.


Soderbergh hat hier um seine beiden Front-Stars einen erlesenen Cast versammelt. Entsprechend ist das schauspielerische Niveau recht hoch, allen voran hat Ving Rhames offensichtlich Freude an seiner Rolle. Der Cast und die coole Mucke sind es auch, die den Film tragen, denn das Drehbuch wartet zwar mit einigen gewitzten Dialogen auf, aber leider nicht mit Spannung und Soderbergh gelingt es auch im Finale nicht, die Spannungsschraube etwas anzuziehen.

Alles ist irgendwie cool, aber gemächlich langsam, die nette Geschichte plätschert so ein bisschen vor sich hin, zieht sich im Mittelteil gar etwas und ist dann wiederum gefühlt ein bisschen abrupt zu Ende. Die 2h Laufzeit fühlen sich einfach in der Mitte zu lang und am Ende zu kur an, als würde da noch etwas fehlen, aber wahrscheinlich ist bei all der Coolness einfach das Timing nicht ganz ausgeklügelt. Und es läuft bis zum Finale alles viel zu glatt, auf Wortgefechte zwischen Lopez und Clooney wird gleich fast völlig verzichtet.

Spaß macht der Krimi aber schon, denn neben dem guten Cast hat er auch eine durchaus stylische Optik zu bieten und ist dadurch insgesamt deutlich besser als viele andere Möchtergern-stylische, auf zwanghaft cool getrimmte Filme, denen etwas fehlt, was Soderbergh wiederum hinbekommt: Leichtigkeit. Zwar mangelt es an Spannung, aber Charaktere bewegen sich derart entspannt durch die Geschichte, dass man sich selbst ähnlich entspannt zurücklehnt und einfach berieseln lässt.


Unterhaltsames Gesamtpaket, entspannt und locker, genialer Cast, wirklich haften bleibt das aber nicht und ein Rewatch fühlt sich gedanklich auch eher unnötig an.



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