American Pie und kein Ende. Mittlerweile wurde schon Teil 5 erreicht und hört auf den Zusatztitel „The Naked Mile“. Mit dem Original hat das alles nur noch recht wenig zu tun, was aber in Anbetracht der gelieferten Qualität auch ganz gut ist.
Es ist schon arm wenn man Stifler heißt, aber eigentlich eine totale Lusche ist. Mit dem Sex will es trotz magersüchtiger Freundin nicht wirklich klappen. Da sie sich auch etwas schuld an der Sache gibt, darf klein Stifler mit seinen beknackten Kumpels Trick und Track zur Uni und sich den Verstand rausvögeln. Sein geiler Cousin soll ihm dabei zeigen wie der Hase läuft.
Was ein Blech. Die originale Trilogie hat mir wirklich sehr gefallen, aber was einem hier präsentiert wird kann schon als gewollte Körperverletzung interpretiert werden. Totale Doofnasen von Schauspielern kämpfen sich durch ein nicht vorhandenes Drehbuch, um den Zuschauer dann nach gefühlten dreieinhalb Stunden endlich das ätzende aber moralisch korrekte Happy End zu servieren, welches fast komplett aus dem zweiten Teil geklaut wurde.
Der Film besteht eigentlich nur aus Längen. Eigene Ideen sind Fehlanzeige und auch der Einfall Jims Vater hier wieder mal in eine Gastrolle zu quetschen, damit er mit wildfremden Teenies peinliche Sexgespräche führen darf, wirkt nicht nur total an den Haaren herbeigezogen, sondern ist auch meilenweit davon entfernt witzig zu sein.
Punkte kann der Film nur für den Totspritzgag der Oma, in bester Anlehnung an Knallharte Jungs (auch die Amis können aus Filmen klauen), für die Autopinkelszene und den Stifler rennt gegen den Briefkasten Gag kassieren. Die restliche teils schwer vorhersehbaren Gags sind nicht der Rede wert. Auch das nackte Rumgerenne gegen Ende des Films kann dem Film keine Pluspünktchen mehr einbringen.
Hoffentlich haben die Produzenten ein Einsehen und versuchen nicht noch mehr Geld aus der Reihe rauszuholen. Die Zuschauer danken es ihnen.
Totale Zeit- und Geldverschwendung.