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Es ist manchmal schon traurig... blickt man mit einem weinendem Auge auf die Highlights in welchen ein Michael Madsen schon so mitgespielt hat, tut es manchmal dem Fanherz schon weh den Herrn welcher als Mr. Blonde Kultstatus inne hatte unmotiviert in einer Gurke nach der anderen spielen zu sehn. Eben eine solche Gurke ist auch "UKM" geworden...
Um neue Versuchskaninchen für ein geheimes Regierungsexperiment  zu bekommen, werden dringend neue Rekruten gebraucht... So stört es auch nicht wenn diese Rekruten nicht gerade das Gelbe vom Ei sind. Hier werden dem Zuschauer dann die 4 Knalltüten vorgestellt, welche mal wieder aus dem großen Klischeetopf gerissen wurden. Ein Kleinkrimineller, eine Drogensüchtige, ein Nerd und natürlich eine schüchterne junge Dame vom Land sollen also die neuen Supersoldaten werden. Denn genau darum gehts in dem sehr originell betitelten Projekt "Chaos". Doch genretypisch geht wieder mal etwas schief und so rennen nicht nur die Versuchspersonen durch das Gebäude, nein auch ein Exsoldat welcher schon in den Genuss dieses Experiments kam...  und auf Blut aus ist.
Wie man recht schnell merkt gewinnt die Story nichtmal einen Blumentopf und kann mit keinerlei Originalität aufwarten. Ohne Erklärungen über die Hintergründe gehts dann halt mal los. Storyprobleme gibts ja das öfteren in solchen Filmen also weiter. Hält man das Cover der Dvd in Händen könnte man noch die Hoffnung haben, das man es mit einem recht düsteren Film zu tun hat... das stimmt aber nur teils. So ist es wirklich ziemlich dunkel die meiste Zeit, was aber eher an der schlechten Ausleuchtung liegt. Atmosphärisch aber  zu keinem Zeitpunkt der Fall. So merkt man schon bei der Einführung der Charaktere das man hier versucht auch Witz in die Sache zu bringen. So könnte diese Einführungsszene auch komplett so aus ner billigen Teeny Komödie stammen. Dumme Dialogen wechseln sich mit Stumpfsinn ab, das man sich des öfteren Fragen muss was sich der Regisseur dabei wohl gedacht hat. Neben diesem dummen Klamauk, kann man sich dann noch über so einiges anderes ärgern. So sind die Effekte teilweise zwar blutig wirken aber zum Großteil ziemlich billig. Auch den immer wieder aufkommenden Prügeleien kann man selten etwas abgewinnen. Liegt es erstens daran das die Dynamik fehlt. liegt es zweitens daran, das man kaum Sympathie zu den Charakteren aufbauen kann. Zwar werden die Hintergründe der Personen erzählt, aber diese sind dann so schlecht rübergebracht das es kaum juckt ob unsere Protagonisten abkratzen oder nicht.
Das liegt natürlich hauptsächlich an den Darstellern, welche hier teilweise so  Talentfrei daherkommen das man im Vergleich dazu Darstellern von "GZSZ" reihenweise Oscars überreichen müsste. Selbst ein Michael Madsen wirkt so demotiviert wie selten. Gut man muss sagen das dies ja mittlerweile öfters der Fall ist, aber hier unterbietet er sich leider wieder einmal.
Fazit: Eine billig herunter gekurbelte herzlose Produktion die man beim besten Willen nicht gesehen haben muss. Ich kann mich ja eigentlich auch mit Trash anfreunden, doch hier haben mich die Witzeleien doch so stark genervt das  ich gerade mal 2 Punkte vergeben kann, von dennen noch ein halber Punkt aus Sympathie für Madsen herausgesprungen ist.

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