Review

Universal Losers


In „UKM“ werden vier Verlierer und gesellschaftliche Außenseiter, die eigentlich vom amerikanischen Militär gnadenlos aussortiert worden wären, einem Experiment und Supersoldatenserum unterzogen, was in einer abgeschotteten Untergrundbasis natürlich nicht allzu lange friedlich bleibt... „UKM“ war mir am ehesten von etlichen Grabbeltischen auf Filmbörsen bekannt, außerdem als der Film, der wohl auf einigen (internationalen? illegalen?) Heimvideoveröffentlichungen als „ab 21“ beworben wurde. Doch im Endeffekt ist dieser Horror-Actioner weder den Euro noch dieses trügerische Label wert. Wobei die paar saftigen Goreeinlagen sogar noch mit das Beste an diesem ziemlichen Reinfall sind... 

Die Grundidee, irgendwo zwischen „American Pie“ und „Universal Soldier“, hat meiner Meinung nach was. Erst recht, weil die Monstersoldaten unsere Helden und später auch Bösewichte zugleich sind. Außerdem werden in der ungeschnittenen Version ein paar Schäden gespalten und Gesichter abgerissen, dass die Superkräfte mit Supergeilheit einhergehen, setzt dem Ganzen manchmal noch die Krone auf und Michael Madsen sieht man durchgängig deutlich an, dass er selbst nicht weiß, wie er da reingeraten ist. Das alles lässt mich schmunzeln. Doch ansonsten kann das Ding fast nichts mehr. Eine weitergehende Story erhofft man sich vergebens, es hat einen Grund, warum man die Akteure danach nie mehr wieder gesehen hat, die dauernden Keller und Gänge in grau und Beton nerven schon nach wenigen Minuten und alles wirkt dermaßen glatt und billig, studio und uninspiriert, dass man meint, bei manch einem Porno mehr Talent, Style, Atmosphäre und Grobkörnigkeit erspähen zu können... 

Fazit: egal ob Horror, Action oder Humor - „UKM“ trifft nicht das Ziel. Oft nichtmal annähernd. Billigster B-bis-C-Movie-Brei ohne echte Schau- oder Unterhaltungswerte. Selbst wenn der nicht niedrige Gewaltgrad und ein paar jecke Ideen (wie die plötzliche „Geilheit“) schon klar gehen, reicht es im Endeffekt nie. 

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