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Kurz nach der Heirat mit ihrem Traumprinzen, dem charmanten Johnnie Aysgarth, wächst in der frisch vermählten Lina McLaidlaw zunehmend der Verdacht, dass mit ihm etwas nicht stimmt. Sie ist befremdet von seinem großspurigen Lebensstil und als sie erfährt, das er sich nach ihrer Lebensversicherung erkundigt hat, gerät sie in Panik. Kann es sein, das er ein kaltblütiger Killer ist? Und ist sie selbst am Ende sein nächstes Opfer?


Bei dieser britischen Produktion handelt es sich um das Remake des Hitchcock-Klassikers "Verdacht" aus dem Jahre 1941. Nun gut, diese Neuauflage kommt zwar nicht ganz an die Klasse des Originals heran, aber sie ist extrem spannend in Szene gesetzt worden und versteht es, einen zu fesseln.

Gerade die typisch britisch unterkühlte Art kommt hier besonders gut zum Ausdruck, was zum Großteil den sehr guten Darstellern zu verdanken ist, die ihre Parts absolut überzeugend spielen. Vor allem Anthony Andrews als Johnnie ist die absolut perfekte Besetzung für den mittellosen Lebemann, doch auch Jane Curtin als schüchterne und ängstliche Lina weiß vollends zu überzeugen.

Wenn der Film Anfangs noch eher etwas beiläufig dahinplätschert, so entwickelt sich doch in ziemlich kurzer Zeit ein Spannungsbogen, der nach und nach immer straffer gespannt wird, bis man es vor dem Bildschirm kaum noch aushalten kann. Alles deutet hier auf Johnnie als Killer und Bösewicht, sein eigenes Verhalten trägt auch nicht gerade dazu bei, diesen Verdacht zu entkräften. Man ist hin-und hergerissen, irgendwie traut man ihm die ganzen Dinge nicht zu, die hier passieren, denn auch wenn er phasenweise sehr arrogant wirkt, hat er auch eine nicht erklärbare symphatische Ausstrahlung. Auf der anderen Seite mag man sich nicht vorstellen, das es so viele Zufälle auf einmal gibt und ganz nebenbei verhält sich Johnnie auch immer verdächtiger.

Das hier in Szene gesetzte Katz-und Mausspiel vermag einen jedenfalls durchgehend zu faszinieren und zu fesseln. Man fiebert richtiggehend mit und wartet gespannt, wie sich die ganze Sache denn nun wirklich verhält. "Suspicion" ist ein wirklich raffinierter Thriller, der sich sehr nah am Original hält und auch, wenn er vielleicht nicht ganz den Charme des Originals besitzt, so ist er doch ein durchweg interessanter und spannender Film, den man sich auf jeden fall zu Gemüte führen sollte, vor allem dann, wenn man Fan der britisch unterkühlten Art ist.


7/10

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