Wie ein Autounfall… Oder gleich mehrere!
Für viele ist „Crash!“ (1977) Charles Bands Regiedebüt, dabei war es „schon“ sein zweiter Spielfilm. Egal. Von seinen frühen Werken ist er aber ziemlich sicher das bedeutendste und wegweisendste - denn diese krude Mischung aus Stunshow und Psycho-Horror-Trash suhlt sich förmlich in C-Movie-Gülle… Erzählt wird von einem Ehepaar, das sich gegenseitig scheinbar unbedingt umbringen will. Mit wilden Hunden, psychokinetischen Kräften ihrerseits… und vor allem Autounfällen!
Blechschaden auf dem Highway zur Zukunft
„Crash!“ ist ein weirder Film. Ein Vibefilm. Leicht trashig, leicht hippie'esk. Kein Wunder, er war noch weit entfernt von Empire, den 80ern oder gar Full Moon. Das hier ist noch Charles Band voll im '69er-Modus. Rebellisch, bizarr, freaky. Aber schon damals konnte er gut klauen - Einflüsse von okkulten Hits wie „Omen“ treffen hier auf eine wilde Stunt- und Feuershow wie bei einer Südstaatenversion der „Blues Brothers“. Attraktive Frau im Rollstuhl kontrolliert psychokinetisch Schicksale. Autos schleudern durch die Luft. Augen leuchten teuflisch. Scheinwerfer eher nicht mehr. So billig und amateurhaft sieht das alles gar nicht aus. Wer hätte gedacht, dass Charles Band schon zehn Jahre später mit kleinen Monsterpuppen, Reanimierten und Schlossfreaks sein Geld verdienen sollte. Richtig viel Sinn macht in „Crash!“ sehr wenig bis gar nichts. Es fällt schwer da Zusammenhänge zu finden und storytechnisch am Ball zu bleiben. Seine Zeit kriegt er dennoch irgendwie herum. Mit dem Geruch von Benzin und verbranntem Fleisch. Wirr und obskur. Lost In Time. „Frankensteins Todesrennen“ fährt in jedem Fall in einer anderen Rennliga.
Fazit: bizarre und krude Crash-Horror-Show - ein Skurrilikum! Aber sicher ein wichtiger Film für Charles Band. Und seine Fans. Kein guter jedoch.