Ein klassischer Suspense-Thriller, der die schöne heile Welt in der wir leben auf den Kopf stellt. Schon zu Beginn des Films, kündigt der Soundtrack den Horror an, der uns erwartet. Als es an der Tür einer vierköpfigen Familie klingelt stehen drei entflohene Sträflinge vor der Tür, die bewaffnet sind, sich hier verstecken wollen und offenbar vor nichts zurückschrecken. Die Familie soll ihrem täglichen Leben nachgehen, als sei nichts passiert, damit kein Verdacht entsteht. Stets mit dem Wissen, dass ein Fehler ihrerseits den Tod der Geiseln in dem Haus zur Folge haben könnte. Dabei ergeben sich einige Hochspannungs-Situationen.
Humphrey Bogart als entflohener Sträfling und Mörder Griffin ist dabei so knochenhart und fies, dass einem Hören und Sehen vergeht. Seine Darstellung des cleveren, ruhelosen Gangsters, der alle Menschen zu hassen scheint ist einfach brillant ("Clicke-die-clicke-die-click, ich hör' es richtig Denken, Paps"). Auch die anderen Charaktere passen 100%ig: Fredric March als treusorgender Familienvater der ständig mit dem Gangsterboss in Konflikt gerät, und Robert Middleton als dümmlicher, aber deswegen umso fieser wirkender Gangster, geben dem Film ein hohes Maß an Realismus. Zusätzlich gibt es in dem Film einige recht grobe Gewaltszenen, die die Glaubwürdigkeit der Handlung unterstützen.
Fazit: Mitreissendes, atmosphärisches Drama. Gut 100 Minuten Suspense und neben "Der Schatz der Sierra Madre" meiner Meinung nach eine der besten Rollen Humphrey Bogarts.