Roger Beckerman hat auf einer Bergstraße in den Alpen einen kleinen „Unfall“ mit der Mafia. Schade für ihn, denn er hatte noch ein großes Ding in Italien geplant, genauer gesagt in Turin. Den Goldraub wollte er mit dem gerade aus dem Knast entlassenen Charlie Croker durchziehen. Dieser macht sich daher an die Planung, unterstützt von dem sich noch im Gefängnis befindlichen Obergauner Mr. Bridger.
Michael Caine schlendert hier lässig durch den Plot, der in seiner britischen Art durchaus charmant daherkommt. Eigentlich echt simpel in Idee, Planung und Durchführung unterteilt, bleibt „The Italian Job“ über weite Strecken in der Ausführung unterhaltsam, was auch am lebendig aufspielenden Cast liegt. Caine ist natürlich die Hauptattraktion, der Rest der Figuren weiß aber ebenso zu überzeugen. Unter diesen finden sich u. a. Benny Hill als Professor mit bestimmter Vorliebe oder Noel Coward, dessen Mr. Bridger ich allerdings recht unsympathisch fand. Dass er so gefeiert wird ging dann auch ob seiner Dauer auf den Senkel.
Die finale Verfolgungsjagd wurde tatsächlich in Turin gedreht und ist klar das Highlight des Films. Wie die Truppe mit ihren Vehikeln inklusive den drei Minis durch die Stadt gondelt ist schon putzig. Dabei kann man nachlesen, dass die Mafia für die Dreharbeiten bezüglich des Staus nachgeholfen hat, da die Behörden dieses Chaos nicht genehmigen wollten. So ist also nicht nur das Verkehrschaos, sondern auch die wütenden Reaktionen der Autofahrer sind nicht gestellt. Lass ich mal so stehen.
Das Ende allerdings ist mir zu bekloppt, die finale Sequenz endet unbefriedigend. Es lagen mehrere Versionen vor, man sieht ein recht offenes Ende, da es durchaus Ideen für eine direkte Fortsetzung gab.
Letztlich ein unterhaltsames Vehikel für Michael Caine, der sich einfach charmant durch den Film gaunert. Ist das Ende auch unbefriedigend, das Werk insgesamt nicht der ganz große Knaller und auch nicht so rasant wie man es sich wünschen würde – schlecht ist das alles nicht. Dafür zeigt man mit den drei Minis manch witzige Aktion und so macht „The Italian Job“ mit all seinen Figuren durchaus Laune.