Im Märchenland herrscht Aufregung. Die eitle Königin ist abgesetzt und muss im Knusperhaus ihr kümmerliches Hexendasein fristen. Schneewittchen ist die neue Herrin des Schlosses. Zusammen mit ihrem neugeborenen Sohn residiert sie standesgemäß. Allerdings umtreibt sie Kummer, denn das Söhnlein ist in großer Gefahr. Rumpelstilzchen hat angekündigt, das Kind an seinem ersten Geburtstag zu entführen. Es sei denn, jemand fände rechtzeitig den Namen des Bösewichtes heraus. In ihrer Not wendet sich Schneewittchen vertrauensvoll an ihre alten Weggefährten. Die Zwergensippe hat sich jedoch in der Zwischenzeit in alle sieben Himmelsrichtungen verstreut. Doch Oberzwerg Bubi schafft es tatsächlich, die Sippe zusammenzutrommeln. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach dem Namen des Unholds.
Und weiter geht die Mär der sieben Zipfelmützen. Das nach dem großen Kinoerfolg kurze Zeit später eine Fortsetzung folgt, war nicht schwer voraus zu sehen. Angeblich soll Waalkes ja für 2014 sogar einen dritten Teil planen. Wie der recht gelungene Titel, in Anlehnung an James Bond´s die Welt ist nicht genug, es schon verrät spielt die Geschichte teilweise sogar in der modernen Großstadt, in dem Fall in Hamburg. Ursache der Reise ist angedrohter Kannibalismus, denn Rumpelstilzchen setzt eine zwei Tages Frist seinen Namen heraus zu finden, ansonsten wird Schneewittchens Sohn (stilecht in Atze Schröder Outfit) dessen Speisekarte erweitern.
Nachdem die Sieben wieder zusammengefunden haben gibts die üblichen Klamaukereien der jeweiligen Charaktere Während Waalkes und besonders Aljinovic dabei sehr humorig rüberkommen, geht der Rest ziemlich unter. Martin Schneider fand ich noch nie witzig, aber auch Nontschew, Schmitz und der lahme Typ der den Cookie gespielt haben eher durch epileptischen Humor auffallen, soll heißen sie zappeln, versuchen sich an Pantomime und wirken wie Schulkinder, die ihrer Mama durch Gestik ihren Schultag schildern wollen. Auch die Besetzung wechselt, Markus Majowski hat die Mütze ganz an den Nagel gehängt, während Ex-Oberzwerg Heinz Hönig sich immerhin noch zu einem Kurzauftritt überreden ließ.
Man sollte allerdings mit dem meist ziemlich infantilen Humor zurecht kommen. Raffinierte Bonmots wird aber wohl niemand erwarten. Einige Gags sin zudem auch schon in Ehren ergraut, aber dennoch sind ein paar lustige Sachen dabei. Über das Zwergenhalma kann ich immer noch lachen (einfach, aber gut), auch die vielen Gastauftritte deutscher Comedians sorgen für ordentlich Abwechslung. Ich glaub bis auf Ingo Appelt und Oliver Kalkofe waren sie wirklich alle dabei. Als Vorlage dienen dabei nicht nur die kompletten Werke der Gebrüder Grimm, sondern auch Anspielungen auf Herr der Ringe und Harry Potter sind dabei. Ich fands streckenweise recht lustig, längst nicht jeder Gag sitzt allerdings. Da hatte die Wixxer Reihe besseres zu bieten. Für zwischendurch aber ganz nett.
5/10