Review

Heute kam ich in den Genuss von Fight for your Life. Ich weiß ja nicht so recht was ich davon halten soll. Ich kann ja nicht soviel damit anfangen. Er wurde ja auch mit Last House  on the Left verglichen. Diesen Vergleich kann ich nicht verstehen. Die beiden Filme sind aus meiner Sicht vollkommen verschieden.

Der Film ist schon einbisschen seltsam.
Der Regisseur wollte einen wohl schockieren vermute ich mal. Das schafft er aber nicht. Dazu ist er einfach zu schlecht und teilweise auch einfach zu lächerlich. Bei Last House on the Left war es das selbe. Der hat auch nicht schockiert. Er war einfach nur gähnend langweilig. Das ist bei Fight for your Life nicht so. Im Gegensatz zu Last House on the Left darf man hier auch mal die ein oder andere brutale Szene begutachten. Hier wird auch einmal ein kleiner Junge getötet. Trotzdem schockiert Fight for your Life nicht. Er ist zu schlecht. Bei Last House on the Left gab es Sadismus. Den gibts hier auch. Was ich aber ehrlich gesagt scheiße fand war der ganze Rassismus hier. Natürlich ist Fight for your Life auch nur ein Film. Trotzdem fand ich das schon einwenig fragwürdig.
Die weißen Personen im Film sind ziemlich rassistisch. Es geht darum, dass sie eine schwarze Familie als Geiseln nehmen. Dabei gibts es einige Szenen über die ich eigentlich nur den Kopf schütteln kann. Ich frage mich was dieser ganze Rassismus in diesem Film soll. Vielleicht bin ich einfach zu blöd für diesen Film. 120 Tage von Sodom fand ich ja auch schlecht. Vielleicht bin ich einfach zu dumm um solche Filme zu verstehen. Aber leider kann ich mir nicht erschließen was das soll. Das ist aus meiner Sicht zu lächerlich, als das es dann schockiert.
Ich gebe mal eine Szene als Beispiel (ich nehme mal direkt die erste Szene, die mir aufgefallen ist, an der die weißen Rassisten im Film aber noch nicht beteiligt waren): Die schwarze Familie sitzt beim Essen. Sie unterhalten sich. Irgendwann sagt die eine Frau :,,Black Power". Das Kind sagt daraufhin :,,White Power". Was soll denn das?
Dann gibts da so eine Szene, in denen der eine weiße Typ einen Schwarzen mit einer Knarre zum Tanzen bringt. Anschließend lässt er ihn The White Man marches on singen. Bei solchen Szenen kann ich echt nur den Kopf schütteln. Ich frage mich schon, was der Regisseur sich bei solchen Klamotten gedacht hat.
Vielleicht bin ich auch einfach sentimental und sehe das hier alles einbisschen zu eng. Ich fand das aber nicht gut. Eigentlich ist Fight for your Life ja auch nur ein Film.
Ich bin jetzt natürlich einbisschen viel auf den Rassismus eingegangen. Wollen wir das jetzt mal gut sein lassen und zu den anderen Sachen kommen.

Zu welchem Genre gehört Fight for your Life jetzt eigentlich? Es geht ja wie oben schon erwähnt um eine Geiselnahme ein paar Weißer an einer schwarzen Familie. Das zieht sich durch den ganzen Film. Ein Thriller ist der Film auf keinen Fall. Man könnte ja meinen es handelt sich hier um einen Psychothriller. Ist er aber nicht. Der Film versucht zu keinem Zeitpunkt irgendwie Spannung aufzubauen. Ein Actionfilm ist er auch nicht. Es gibt null Action. Ein Horror ist Fight for your Life auch nicht. Eine Komödie sowieso nicht. Ich würde einfach sagen, dass Fight for your Life ein Drama ist.

Einen Unterhaltungswert hat Fight for your Life nicht. Was soll schon unterhaltsam daran sein ein paar Rassisten bei einer Geiselnahme an Schwarzen zuzusehen. Ich wurde jedenfalls nicht unterhalten. Spannung kommt auch zu keinem Zeitpunkt auf.
Die Darsteller sind nicht so gut. So richtig schlecht sind sie nicht. Aber gut auch nicht. Immerhin spielen sie noch so gut, dass man denkt, dass man hier Nazis vor sich hat. Die schwarzen Darsteller spielen im Gegensatz zu den weißen Akteuren sogar relativ gut. Ihre Leistungen fand ich eigentlich in Ordnung. Das hört sich jetzt so an, als würde ich die Schwarzen hier bevorzugen. Tu ich nicht. Sie spielen einfach besser.
Die Story finde ich ziemlich schlecht. Sie ist total einfallslos und irgendwie hatte ich das Gefühl der Storywriter hat sich das hier in 5 Minuten ausgedacht.
Kaum zu glauben, aber es gibt noch was Positives. Das wären die blutigen Szenen. In Sachen Effekte kann man diesem Film nichts negatives anmerken. So richtig viele sind es nicht, ein paar aber schon. Die waren gut.

Es ist für mich ganz schwer Fight for your Life zu bewerten. Zuerst wollte ich gar keine Bewertung abgeben. Ich weiß nicht was ich davon halten soll. Vielleicht hat der Film ja wirklich irgendeine Botschaft die ich nicht gecheckt habe. Kann ja sein. Bei 120 Tage von Sodom hab ich ja auch die Aussage des Films nicht verstanden. Ich finde, jeder sollte sich den Film einfach ansehen und dann selbst entscheiden was er davon hält. Ich konnte nichts damit anfangen. Wer sich aber darauf einlässt sollte sich auf einen sehr rassistischen Film einstellen.
Ich gebe diesem Film mal 3 Punkte. Ich sehe über den ganzen Rassismus hinweg und bewerte ihn einfach objektiv. Es hört sich zwar anders an, doch von der Umsetzung her ist er zwar schwach, aber es gibt da noch schlimmere Filme. Außerdem waren die blutigen Szenen gut. Ich gebe mal 3 Punkte.

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