Review

Drei hellhäutige Schwerverbrecher sind auf der Flucht. Sie dringen in das Haus einer dunkelhäutigen Familie ein und quälen diese dort psychisch und physisch...

Dieser Film, der von Robert A. Endelson im Jahre 1977 realisiert wurde, wird oft mit THE LAST HOUSE ON THE LEFT verglichen. Ich würde dieses Machwerk jedoch eher mit dem XXX-Roughie HOT SUMMER IN THE CITY, der einige wenige Monate vor FIGHT FOR YOUR LIFE gedreht wurde, vergleichen.

In AUSBRUCH ZUR HÖLLE gibt es zwar keine expliziten Sexszenen zu sehen, aber nur in sehr wenigen anderen (S)Exploitern ist Rassismus so allgegenwärtig...
Die vielen rassistischen Sprüche der drei furchtbar unsympathischen Typen sind – nebst der brutalen Ermordung eines Kindes – ganz eindeutig das, was FIGHT FOR YOUR LIFE zu einem kontroversen Film macht. Gut möglich, dass die später synchronisierten Fassungen in dieser Hinsicht etwas "entschärft“ wurden.

Klar, auch in typischen Blaxploitation-Filmen gibt es öfters rassistisches zu hören. Aber in solchen Genrebeiträgen sind die Afroamerikaner nicht selten pausenlos überlegen. In FIGHT FOR YOUR LIFE sieht es – zumindest für eine längere Zeit – gar nicht so aus.
Immerhin wird in diesem Film nichts, was die drei skrupellosen Verbrecher anstellen, irgendwie glorifiziert.

Ob ein politisches Statement gemacht wird, ob man "nur“ schockieren wollte oder ob tatsächlich ein rassistischer Drehbuchautor und/oder Regisseur am Werk waren, ist in einigen wenigen Filmen tatsächlich kaum auszumachen.

Einige der Darsteller in FIGHT FOR YOUR LIFE spielen besser, als ich es erwartet hätte. Einzelne Akteure spielen jedoch nicht überzeugend.

Obwohl AUSBRUCH ZUR HÖLLE die rohe Machart und auch sonst einiges bietet, was ich an diversen US-Exploitern aus den 70ern so sehr mag, möchte ich diesem Filmchen doch nicht mehr als vier Punkte vergeben...

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