Donna Leon - Endstation Venedig
Bei einer Gondelfahrt durch die Kanäle Venedigs, entdeckt ein chinesisches Paar eine im Wasser treibende Leiche. Der mit den Ermittlungen beauftragte Commissario Brunetti bekommt schnell heraus, dass der Tode ein US-Soldat und Gesundheitsinspektor war. Ein Gemäldediebstahl, Giftmüll und weitere Indizien deuten darauf hin dass hier eine Verbindung bestehen könnte.
Ziemlich schwach inszenierter TV-Krimi, dessen Titelgebende Donna Leon-Krimis bis auf die Location und Hauptfiguren, auf ein Minimum an inhaltlicher Tiefe oder gar Atmosphäre reduziert wurde. Zugegeben die vielen Nebenhandlungen sind auch in den Büchern ein Bestandteil, doch wird ihnen hier viel zuviel Raum spendiert, weshalb man den Film nicht mehr als Krimi verstehen kann. Nachdem der Zuschauer ein paar genretypische Brocken zugeworfen bekommt ist der Plot mehr als vorhersehbar. Da richtige Spannung zu keinem Zeitpunkt aufkommt und Venedig selbst zum Hauptdarsteller (ein paar schöne Aufnahmen gibt es tatsächlich zu sehen) wird, bleiben selbst Hartgesottene Krimifans von Langeweile nicht verschont.
Die teilweise namhaften Darsteller agieren solide aber können auch nicht viel retten. Selbst Regisseur Sigi Rothemund (hat schon mehre Teile der Reihe abgedreht) trifft nicht die alleinige Schuld am relativ bescheidenen Endresultat, sondern vielmehr das austauschbare Drehbuch und die sich bei Serien oftmals einstellende Routine.
Dann doch lieber die Bücher lesen!