Review

Wallace Film Nummer 2.
Krimi-Spezialist Jürgen Roland ("Großstadtrevier") drehte einen richtig guten Wallace.
Der rote Kreis, Kopf einer großmaschigen Organisation, erpresst munter Londons Oberschicht. Wer zur Polizei geht, stirbt. Chefinspektor Parr (ruhig und gemütlich Karl-Georg Saebisch) steht regelrecht auf dem Schlauch. Dann ist da noch der erfolgreiche Privatdetektiv Derrick Yale (Klausjürgen Wussow ! ), der auf alles eine Antwort zu haben scheint. Aber auch er kann nicht verhindern das ein paar der Erpressten, ermordet werden. Schon bald wird klar das sich der Chef der Bande die Hände nie selber schmutzig macht, sondern seine Leute dafür hat. Und was weiß die Sekrtärin Thalia Drummond (Renate Ewert), deren Vergangenheit auch nicht gerade sauber ist.
zum schluß lädt Parr sämtliche Verdächtige in ein altes Lagerhaus und entlarvt schließlich den roten Kreis...
Auch hier stimmt wieder alles, wenn auch noch immer nicht unter der "Oberaufsicht" von Produzent Horst Wendlandt. auch diesmal hält man sich recht eng an den Roman.
Und die Besetzung ist wieder genial. Neben den bereits erwähnten finden sich Thomas Alder, der genial Fritz Rasp,E. F. Fürbinger, zum zweiten Mal als Scotland Yard Chef Sir Archibald, Ulrich Beiger und Eddi Arent als Sgt. Haggett im munteren krimi Reigen. Wobei die Komik von Arent diesmal noch nicht ganz so Klamaukhaft ist wie ab dem folgenden Film "Die Bande des Schreckens". Diesmal sind es eher die leisen, manchmal sogar etwas schwarzhumorigen Witze. Beispiel: Zum Ende des Films wird der rote Kreis zum Galgen geführt. Der Verbrecher, in Erinnerung das seine erste Hinrichtung schiefgegangen ist: "Und wenn der Strick reist?" Sgt. Haggett: "Dann nehmen wir einen neuen!"
Dies und das:
In der kleinen Nebenrolle des Matrosen Selby sieht man den deutsch-indonesischen Schauspieler Panos Papadopulos den man auch immer wieder als Synchronsprecher hört. Am bekanntesten dürfte eine Rolle sein die er 9 Jahre lang sprach. In der TV-Serie "Falcon Crest" war er die Stimme des chinesische (!) Dieners Chao-Li.
Und Regisseur Jürgen Roland macht einen auf Hitchcock in dem er sich, als englischer Bobby verkleidet, dem flüchtenden roten Kreis in den Weg stellt.
Ich mag diesen Wallace einfach. Es stimmt mal wieder einfach alles. Wie auch bei den anderen Wallace-Filmen darf man halt nicht zuviel erwarten.

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