„The Dreamer“ nennt er dann seine Rakete, mit der ins All starten will. Ein Träumer muss man allerdings auch sein, um den Film genießen zu können, zumindest sollte man ein gewisses Maß an infantilem Gemüt mitbringen. Selbst einen Cineasten, dem es sehr leicht fällt, sich in eine fantasievolle Geschichte einzufinden, dem wird es diesmal nicht so gut gelingen, sich mit der allzu realitätsfremden Story anzufreunden.
Dabei hat der Streifen durchaus Potenzial, Bilder die in Erinnerung bleiben, ein Score, der sich hervorragend anschmiegt und gute Darsteller – weniger Billy Bob Thornton, der etwas steif daher kommt, als viel mehr Virginia Madsen und die restliche Dorfgemeinde.
Naives Kino kann wunderschön sein, und das erwartet man auch irgendwie von diesem Film. Aber hier dreht es sich auch um Wissenschaft und physikalische Gesetze, welche immer wenn der Film gerade wieder etwas an Anerkennung gewonnen hat, mit Füßen getreten werden und das gibt grobe Abzüge in der Gesamtnote. So flutscht die Rakete z.B. aus seiner Scheune ohne auch nur ein Balken in Brand zusetzen.
Wer sich aber daran erinnert, als Kind selber aus heimischen Wohnzimmertischen Raumschiffe gebastelt zu haben und bis heute sein Traum vom Weltraumflug träumt, der wird "Astronaut Farmer" mehr positives als negatives abgewinnen können. Etwas gründlichere Recherche zu den wissenschaftlichen Spezialgebieten und der Film wär ein Knüller geworden. so reichts knapp für 7 von 10 Punkten für eine weitere Version des amerikanischen Traums.