8
Die Prämisse der Serie stammt noch aus den 80ern mit Filmen wie "The Day after" oder "When the wind blows": das Leben nach dem Nuklearschlag. In der Serie trifft es nun den patenten Farmer aus dem mittleren Westen, der schon immer wusste, dass irre Fanatiker seinen Getreidesilo in die Luft jagen wollten. Nun ist der 08/15-Farmer nicht auf den Kopf gefallen und hilft sich selbst und seinem Nachbarn, sofern er nicht aus der Nachbarsstadt kommt (Konkurrenzdenken um den Maiskolben!). Irrsinnigerweise ist das ganze Konzept unterhaltsam und die Serie war zum Ende hin ein kleiner Geheimtipp, aber da war es schon zu spät, die Studio-Bosse hatten den Hahn zugedreht und nur eine rudimentäre zweite Staffel ist noch rumgekommen. Schade, eigentlich, denn wie gesagt, die Serie ist trotz des Themas ziemlich gut und unterhaltsam.
9
Update: In der Staffel 2 merkt man leider etwas, dass die Serie irgendwie schnell zu Ende gebracht werden musste. Ich hatte nachgelesen, dass die zweite Staffel nur auf drängen von Fans der Serie zustande gekommen ist. Jedoch ist jede Folge sehr spannend, da viel Stoff in eine Folge gepackt wurde, um die Story voran zu treiben. Die Staffel bekommt eine würdiges Ende, das für meinen Geschmack gerne zum einen danach noch hätte weitergehen können und zum anderen bis zum jetzigen Ende ruhig etwas ausführlicher hätte sein dürfen. Es wäre reichlich Erzählstoff da gewesen.
9
Endzeitszenarien sind ja immer so eine Sache, wirken nicht immer glaubhaft gaukeln viel zu oft Dinge vor, die wieder viel zu nett dargestellt werden. Ich muss sagen, Jericho ist da wirklich anders. Glaubhaft, überzeugend und auch noch mit Tiefgang. Hat mir sehr gut gefallen in seiner Gesamtheit. Vielleicht zu gut, da die Staffel ja leider abgesetzt wurde. Vielleicht nicht tauglich genug für die Masse, was natürlich wieder einmal schade ist. Tiefgang bringt halt leider nicht immer Erfolg, aber in diesem Fall zumindest gute Unterhaltung.
9
Hier kommt erstmal das grobe Grundkonzept: In noch sicherer Entfernung von einem kleinen Örtchen sieht man Einestages einen Atompilz am Horizont und damit bricht erstmal jede Verbindung zu Außenwelt ab und man hat keine Ahnung, was passiert ist (Unfall, Krieg, Terror). Nur häppchenweise trudeln mit den weiteren Folgen Informationen ein und es entsteht nach und nach ein Bild was passiert ist. Mit dem Verlust der Verbindung zu Informationen zur Außenwelt, ist die Kleinstadt auf sich gestellt und muss die Probleme bewältigen, die sich durch die Atombombe ergeben (Versorgungsengpässe - Strom - usw.). Die Serie finde ich persönlich sehr fesselnd, da es zwar auch darum geht herauszufinden, was warum passiert ist, sich jedoch auch viel darum dreht, was die Zivilbevölkerung nach so einem Ereignis alles macht, um sich und andere zu schützen. Die Serie stimmt nachdenklich und ist zur Zeit auch irgendwie wieder gefühlt recht aktuell...
6
Eine Serie mit einer äußerst reizvollen Rahmenhandlung und einem gigantischen Potential, das nicht einmal ansatzweise ausgeschöpft wurde. Anders als bei DER TAG DANACH findet der Atomschlag diesmal in halbwegs sicherer Entfernung statt, so dass das radioaktive Grauen nur häppchenweise Einzug ins gemütliche Kaff findet und nur gelegentlich für Nervenkribbeln sorgt. Im Grunde äußert sich die gigantische Katastrophe fast nur in Form von Engpässen bei den Lebensmitteln, Medikamenten und beim Treibstoff. Dafür nehmen die typischen Soap Opera Problemchen der Stadtbewohner - Liebe, Verrat, Diebstahl, Machtkämpfe, usw. - einen großen Raum in den meisten Episoden ein. Nicht etwa, dass das Gezeigte völlig unrealistisch sei, doch es ist die falsche Mischung für so eine Geschichte. Das ist alles zu konventionell und zu sauber, da hätte eine schonungslosere Schilderung des atomaren Holocausts drin sein müssen.