Es ist schon witzig zu sehen, wie an manchen Filmen der Zahn der Zeit geknabbert hat und sie dennoch Spannung und Flair verbreiten können.
Die Zwillingsschwestern ist einer diese Filme.
In einer Doppelrolle glänzt hier Stefanie Powers, die sich wohl in das Erinnerungsvermögen eines jeden Filmfans mit ihrer Rolle als Jennifer Hart (TV-Serie „Hart aber herzlich“) eingebrannt hat.
Die Storyline ist für einen für die 1980er-Jahre typischen Zweiteiler konzipiert.
Das Geschehen wird auch dementsprechend ruhig und unhektischerzählt.
Die Geschichte bewegt sich auf dem damaligen TV-Standard und ist heute ein nostalgisches Wiedersehen - besonders in seiner Schlichtheit bzw. gewinnenden Naivität. Der Doppelrollen-Trick wird spärlich benutzt, kann sich aber auch heute noch sehen lassen. Die Schauspieler, die Mucke und fast jede Kameraeinstellung sind absolut 1980er-Jahre-like in Umsetzung und Ausführung. Minutenlang werden hier Popsongs aus dieser Zeit verwendet, dass es eine wahre Pracht ist.
Nur dass mancher Darsteller offensichtlich mit einem leichten österreichischem Akzent synchronisiert wurde, ist recht skurril. Hatte hier der ORF-Sender seine Finger im Spiel, wie in den Endcredits erwähnt?