Die Zwillingsschwestern Stephanie und Sabrina sind mit ihrem jeweiligen Leben unzufrieden und jede beneidet die andere. So wollen sie eine Woche lang die Rollen tauschen. Das Spiel mit dem Schicksal endet jedoch ganz anders als erwartet Stephanie Roberts lebt mit ihrem Ehemann Grant und ihren beiden Kindern Penny und Mark in einer Universitätsstadt im US-Bundesstaat New Jersey. Grant ist Professor und “der Christoph Kolumbus der genetischen Forschung”. Dennoch muss seine Frau in einer Buchhandlung hinzuverdienen, da sein Gehalt nicht reicht. Sie ist mehr als gestresst von ihrem Leben und hocherfreut, als ihre Zwillingsschwester Sabrina sie zu einem Besuch nach Venedig einlädt.
Die Zwillingsschwestern ist ein TV-Zweiteiler, der gesamt gesehen gut seine drei Stunden dauert. Wenn man allerdings ein Fan von Stephanie Powers ist, bekommt man ordentlich value for Money, denn sie tritt hier gleich in einer Doppelrolle auf und übernimmt gleich beide der Twin Schwestern. Diese könnten dabei aber kaum unterschiedlicher sein. Stephanie ist die verschmähte Frau in der nun nicht wirklich idealen Ehe, während Sabrina die mondäne Lebefrau gibt, der eigentlich alles in den Schoß fällt.
Beide treffen sich bei einer Geburtstagsfeier in Venedig (der Film leistet sich sogar wirkliche Originaldrehs in Venedig und London) und beschließen kurzerhand den Rollentausch, mit den zu erwarteten Verwechslungsfolgen, was zu einigen ganz netten Gags führt. Erstaunlicherweise bekommt beiden das neue Leben recht gut. Die eine verliebt sich prompt in den Ehemann, während die andere sich mit einem Ex-Lover mehr als gut versteht. Schlimm wird's nur wenn sich die beiden Herren in der Realität sogar begegnen.
Etwas mangelt es aber in Sachen Glaubwürdigkeit, denn sowohl die Kinder als auch die Männer merken sehr lange nichts von dem ganzen Tausch. Man sollte doch meinen das gerade Familienmitglieder es doch merken sollten, wenn die neue Mama anders spricht und Gesten und Mimik eine völlig andere sind. Gerade die Kids sind dabei recht prominent ausgefallen. Bestätigt ist ja Fairuza Balk als Tochter, während der Sohn gerüchteweise von Spiderman Tobey Macguire gespielt wurde, was aus dem Abspann aber leider nicht ersichtlich ist.
Ansonsten spielt sich Zwillingsschwestern so lala irgendwo zwischen Social Life Drama und komödiantischen Momenten. Wirklich Tiefgründiges braucht man nicht zu erwarten. Die Darsteller agieren dafür recht engagiert. Stephanie Powers (die ich sonst nur aus hart aber herzlich kenne) strahlt eine sympathische Natürlichkeit aus, die die lange Laufzeit deutlich kürzer erscheinen läßt. Kann man sich durchaus mal anschauen.
6/10