Vier Collage-Studenten beschließen Ferien in einem Farmhaus in den Wäldern zu machen. Ein Paar bleibt im Haus und spielen Monopoly während das andere Paar beschließt ein Picknick im Wald zu machen. Während dieser Exkursion stolpert Bruce über eine alte indianische Beerdigungsstätte und gräbt ein Kreuz, eine zerbrochene Schale und ein Jagdmesser aus. Trotz Protest von Ellen, stört Bruce die Ruhe der Toten. Ellen zieht sich zum Picknick zurück, an der Stelle, wo Bruce sie zurückgelassen hatte. Bruce hat überraschenderweise einen indianischen Geist aufgeweckt, welcher anschließend mordet und verstümmelt, indem er besitz von seinem Körper nimmt, um Bruce als eine art rächenden Untoten zu benutzen. Der Dämonische jagt dann Ellen zurück zum Farmhaus, wo er im Namen des indianischen Geistes Rache an seinen Freunden ausübt.
Es ist einfach schön zu sehen wo zukünftige Blockbuster Regisseure ihre Wurzeln haben und wie diejenigen angefangen haben die heute mit Multimillionen Budgets jonglieren dürfen. 1978 war Sam Raimi noch ein nanogroßes Lichtlein in der cineastischen Welt und schuf mit ein paar Kumpels und eigener Kohle eine Art Trailer zu etwas, was später mal als Evil Dead Trilogie in die Annalen des Horrors einging. Viele Elemente daraus sieht man bereits in diesem 30 minütigen Short und auch die Darsteller sind dieselben, wenn auch hier noch mit anderen Namen. Bruce Campbells Paraderolle des Ash gibt erst im Langfilm ihr Debut.
Größter Nachteil von Within the Woods ist aber, das es nicht für die Öffentlichkeit bestimmt war. Daher wurde preisbewußt mit Super 8 gedreht und die Bildqualität ist daher von erlesener Scheißigkeit. Oftmals kann man einfach nicht mehr machen als zu raten, was denn da nun am Bildschirm gerade vor sich geht, immerhin der Ton ist einigermaßen verständlich, so daß man im Notfall auf Hörspiel umschalten kann, wenn die Bilder schon nichts hergeben. Aber was will man verlangen für ein privates Bootleg, das wahrscheinlich weniger gekostet hat, als ich im Monat an der Tankstelle ausgebe.
Die FX sind immerhin recht solide gelungen (soweit man sie denn erkennen kann), auch die Kamera zeigt schon den typischen Evil Dead Stil mit Zooms und Verfolgungsfahrten. Ein böses Downer Ende wird auch geliefert, wenn man die Umstände und die Möglichkeiten zu Rate nimmt, die damals zur Verfügung standen ist Within the Woods gar nicht mal unspannend ausgefallen. Allerdings macht es nicht wirklich Sinn, sich den Film umständlich zu besorgen, wenn man nicht gerade ein Fan Raimis, Campbells oder Tanz der Teufel Reihe ist, dazu ist das Ergebnis einfach von zu kurzer Laufzeit und schlechter Qualität, wer mit den obigen Namen aber etwas anfangen kann sollte unbedingt reinschauen und sei es nur aus historischer Sicht der Geschichte des Horrorfilms.
6/10