Review

Von der Hoffnungslosigkeit, wie Saw wirken zu wollen. Zugegeben, die russisch-amerikanische Co-Produktion hat den einen oder anderen Spannungsaugenblick und interessanten Einfall. Doch nach der 1. Runde geht diesem Thriller, den es in zwei Versionen gibt, deutlich die Puste aus. Welche bleibenden Eindrücke hinterlässt dieser durchschnittliche 5er überhaupt? Hmm, schwer zu sagen. Ja, die Hauptdarstellerin macht optisch eine gute Figur (ich unterstreiche OPTISCH mal dick!). Es gibt (natürlich) eine obligatorische Sexszene, die total unglaubwürdig in der Story auftaucht und nur dazu da ist, dass männliche Publikum wach und „bei Stange zu halten“ (upps, was für ein Wortspiel). Beeindruckend ist auch die Ermittlungsarbeit der beiden Polizisten. Deren Polizeiarbeit wird ungefähr so spannend in Szene gesetzt wie Sandkörnerzählen am Strand. He, die Mucke im Film kommt ziemlich gut und erinnert in ein paar Takten an John Carpenters Halloween-Kompositionen. Geklaut? Ja, hier wurde so einiges geklaut – aber nicht richtig brauchbar genutzt. Perverse Folterspielchen? Hmm, weder in der Rated- noch in der anderen Version wird die Gore-Fraktion zufriedenstellend bedient. Aber dies ist eher ein angenehmer Aspekt, dass die Gewaltschiene nicht ausgewalzt wird. Nur wer Splatter’n’Gore erwartet, geht hier mit einem langen Gesicht aus dem Wohnzimmer. Der Einfall mit den selbstgebastelten Comics ist wirklich gut! Solche Innovationen hatte ich mehr erwartet. Übrig ist eine viel zu gestreckte Storyline, die sehr oft krampfhaft versucht, Spannung zu suggerieren und dabei mehr als einmal in einer Sackgasse landet. Zum Ende gibt’s den noch 6minütigen (!) Nachspann, um das „Durchschnittchen“ auf 90 Minuten zu bringen. Hierzu sage ich mal nichts.
Netter Versuch – leider gescheitert!
Für Wenigseher (1 Film pro Jahr) und sehr sensible Zuschauer als brauchbar anzusehen!

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