Alle Kurzkommentare


7

Bei diesem hübsch blutigen Actionreißer haben mir beide Handlungshälften, zuerst die alltäglichen Grausamkeiten im Gefangenenlager von morgen und dann die rasante Menschenjagd, viel Freude bereitet. Hinter sämtlichen härteren Szenen steckt eine ungenierte Boshaftigkeit, weil in den good old 80s noch nicht auf die politische Korrektheit geachtet wurde. Die Darstellung des totalitären Systems, das seine Abweichler in eine Art SciFi-KZ steckt und dort mit Parolen, Einschüchterung und Folter weichklopft, ist auch ziemlich krass. Ein paar Mängel gibt es aber doch: Der lächerliche Wolfsmensch ist als Freak-Attraktion völlig fehl am Platze, die Fahrzeuge der Jäger wirken oft zu drollig und der Synthie-Sound ist viel zu dünn. Und warum nimmt die Blondine, obwohl sie gerade gejagt wird, seelenruhig ein Bad im See? Mein Tipp: Dieses kultige Stück Gewalt-Exploitation im Doppelpack mit BAMBUSCAMP DER FRAUEN anschauen.

0

"Insel der Verdammten" ist nicht so reißerisch (also zumindest in der ersten Hälfte und mal ganz abgesehen vom Wolfsmenschen) wie man nach dem sehen des Trailers vielleicht denken mag, trotzallem bietet der Film sehr gute und actionreiche Unterhaltung, auch wenn die erste Hälfte noch vergleichsweise ruhig (aber keineswegs langweilig) abläuft. Um die sache noch zusätzlich optisch aufzuwerten spielt die hübsche Olivia Hussey (Black Christmas) eine Hauptrolle. Ein sehenswerter Survival-Film.

4

Meiner Meinung nach ein recht langweiliger und zwischendurch tricktechnisch und schauspielerisch doch arg dilletantischer Endzeit-Möchtegern-Schocker... Ich finde den Anfang und das Ende im Lager einigermaßen gelungen, der eigentliche Hauptteil im Dschungel allerdings ist ermüdend und irgendwie ohne Dramaturgie und/oder Sinn. Einzig ein paar skurille Einfälle ("kreative" Arten des Aus-der-Welt-Scheidens oder der geniale Wolfsmensch!) vermögen es, für gute Stimmung zu sorgen. Alles in allem zu billig und leider auch sehr lahm. 4/10

8

"Insel der Verdammten" ist ein ziemlich brutales B-Movie, voller Zynismus und Menschenverachtung. Da man dem Film aber eine gewisse, überzogene, trashige Inszensierung bescheinigen kann, wird dem ganzen grausamen Treiben doch etwas die Schärfe genommen. Popcorn-Kino ohne jeglichen Tiefgang, aber mit Unterhaltungswert, so könnte das Fazit lauten. Das deutsche Tape von MOVIE-Video wurde seinerzeit leicht gekürzt und ist inzwischen in der Versenkung untergegangen. Alternativ ist noch eine uncut DVD auf dem Markt, die qualitativ kein Highlight sondern eine schlechte VHS-Kopie ist und alles andere als den Namen DVD verdient. Wer auf eine deutsche Tonspur verzichten kann, sammelt sich den australischen Silberling. Hier bekommt man ein erstklassiges Bild/Ton und jede Menge Hintergrundinformationen des seltenen Films geboten.

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