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Ein schwedischer Waffenhändler (Franco Nero) und ein mexikanischer Taugenichts (Tomas Milian) jagen einen friedliebenden Professor (Fernando Rey), um die Kombination für einen Tresor in Erfahrung zu bringen, dessen Reichtümer die mexikanische Revolution finanzieren sollen…

Sergio Corbuccis handwerklich wie schauspielerisch erstklassige Westernkomödie versammelt ein ganzes Ensemble unterschiedlichster Figuren: den gewissenlosen Kriegsgewinnler, der Waffen gegen Höchstgebot verkauft; den impulsiven Tunichtgut, der auf Vernunft pfeift und seinem Bauchgefühl folgt; den gebildeten Professor, der Friedfertigkeit lehrt und lebt; weiter einen rachsüchtigen Sadisten, einen hasenfüßigen General und eine Revolutionärin zwischen Gewaltlosigkeit und Faustrecht. Das besondere Verdienst des Filmes liegt in der verblüffenden Großzügigkeit, mit der die völlig unvereinbaren Haltungen und Anschauungen vorgestellt werden, ohne dass etwa der Anstand über die Gaunerei, die Friedfertigkeit über die Wehrhaftigkeit oder die Vernunft über die Tollheit gestellt würde. So befreit der Film sich von der Pflicht, die gute Tat belohnen und die schlechte bestrafen zu müssen, und stiftet stattdessen ein wildwüchsiges, auch emotional gegensätzliches Chaos, in dem die Unfertigkeit der Menschenwelt trotz aller Unwägbarkeiten und Härten auf wundersame Weise nicht als Mangel, sondern als große Chance erscheint.

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