Review

"Visions of Suffering" ist ein russischer Film über einen Mann, der in einem trostlosen Wohnblock lebt und von Albträumen geplagt wird, in denen ihn schreckliche Dämonen bedrohen. Nach und nach wird die Grenze zwischen Traum und Realität immer kleiner und mit ihr die tödliche Bedrohung immer spürbarer...
 
Der Film besitzt einige Stärken, die ihn deutlich hervorheben.
Zum einen ist es diese düstere, deprimierende Atmosphäre, die den Zuschauer von Anfang bis Ende umgibt. Sie entführt einen direkt in den surrealen Albtraum, der einem dort präsentiert wird. Zwar sind die Effekte teilweise richtig billig anzusehen und führen nicht selten zu einer grellen Reizüberflutung, jedoch ist dies kein direkter Nachteil. Sie passen sogar gut in den verstörenden Zusammenhang. Ab und an ist der Film etwas verwirrend, da sehr plötzliche Szenenwechsel stattfinden, aber auch das unterstreicht seinen interessanten Charakter und wirkt auch direkt so gewollt. Die Musik, die stellenweise sehr penetrant und monoton spielt, passt auch sehr gut in das surreale Geschehen.  
Fazit: "Visions of Suffering" ist ein experimenteller Horrorfilm, dem es gelingt aus der Kombination einfacher Mittel eine albtraumhafte Welt zu konstruieren, die bei dem Zuschauer einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Ich kann diesen Film jedem, der sich auch  gerne mal abseits vom Hochglanz-Mainstream-Kino umsieht, empfehlen.

9/10 Punkte

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