Review

Ring 1 und 2 waren exzellente Schocker, deren Vorgeschichte "Ring 0" jedoch enttäuscht auf ganzer Linie. In einem ähnlich schlichten Stil inszeniert und mit brauchbaren Darstellern bedacht mangelt es Norio Tsurutas "Ring 0 - Baasudei" jedoch gehörig an Spannung. Die gut 90 Minuten ziehen sich unendlich, langweilen durch eine geringe Setvielfalt, durchschnittliche Dialoge und lassen vor allem eines nahezu vollständig vermissen: Die für diese Art Film so essenziell wichtigen Schockszenen!

Von diesen gibt es praktisch keine. Einzig eine Rückblende in das Elternhaus zur Mitte des Filmes deutet die Qalitäten der beiden ersten Ringfilme an. Ansonsten herrscht gähnende Langeweile, wenn ab und an für wenige Sekunden Sadako im weissen Kleidchen durchs Bild watschelt. Nichts zu spüren von der beklemmenden Schockeratmosphäre, die man so schätzen gelernt hat. Dies liegt sicherlich auch im Auftreten Sadakos begründet: Es fehlt bis auf eine Szene am Ende die typische, schleichende Gangart mit ächzenden und zuckenden Gelenkbewegungen. Ferner fehlt das Fernseh-Element vollständig und auch das Fehlen von Nachtszenen ist sicherlich das geschickteste Lösung für einen Horrorfilm. Einzig nennenswert ist schließlich vielleicht noch die abschliessende Brunnenszene, die die Einleitung für die ersten beiden Ring-Filme darstellt. Die etwas befremdliche Metzelszene im Wald hingegen wirkt dafür fast schon wieder lächerlich.

Schade, "Ring 0" ging ganz schön in die Hose. In blinder Kommerzsucht wurde hier ein Prequel aus dem Boden gestampft, daß den großen Namen der Serie in keinster Weise wert ist. Einzig der Vorgeschichte wegen vielleicht ein einmaliges Ansehen wert - so man denn Fan der Reihe ist.

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