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Zuerst brachte uns Japan "Ring". Einer der spannendsten und innovativsten Horrorfilme der letzten Zeit. Danach kam mit "Ring 2" eine sehr gute Fortsetzung. Nun sollte eigentlich "Ring 3" folgen. Doch man hat sich eines anderen besonnen und uns mit "Ring 0" die Vorgeschichte gebracht. Nun soll endlich aufgeklärt werden, was es mit dem Video und Sadako auf sich hat.
Und diese Tat kann man als durchaus gelungen bezeichnen!

Auch "Ring 0" beschert uns mal wieder eine spannende und packende Story, die uns eine plausible Erklärung dafür bringt, wer hinter dem Phantom Anako steckt. Allerdings wurde der Horror hier auf erst mal auf Sparflamme gestellt und man erzählt uns, ähnlich wie bei Carrie, wie die Geschichte Sadakos lautet. Das das Ganze leider etwas lahm von statten geht, ist ärgerlich. Etwas mehr Tempo hätte dem Ganzen gut getan. Zwar gibt es zwischendurch immer wieder ein paar schicke Schocks zu betrachten, leider sind diese aber ziemlich vorhersehbar und erschrecken kaum.

Dafür wird es aber im Finale wieder richtig spannend und herzklopfend. Wenn Sadako, wieder ihre Haare vor, statt hinter, dem Gesicht hat, der Score auf höchste Lautstärke gedreht wird und dazu noch die Kratzgeräusche durchs Wohnzimmer hallen, bleibt von den Fingernägeln nicht mehr viel übrig. Gekonnt und mit voller Wucht wird die Suspense-Schraube angezogen und man kann eigentlich nicht mehr entrinnen und sitzt nur noch wie gebannt vor der Mattscheibe! Schade nur, dass es so schnell wieder damit vorbei ist.

Schade ist ebenfalls, dass man die eigentliche Frage "Wie ist das Video entstanden" in keinster Weise aufklärt, sondern sich nur auf die Geschichte Sadakos konzentriert. Hier hätte man wirklich noch etwas bringen können.

Fazit: Spannender und würdiger Abschluss der Ring-Trilogie! Zwar kann man dem Film einige (extreme) Längen nicht aberkennen, eine spannendes und schockierendes Finale, sowie eine gute Story aber eben so wenig! Insgesamt gelungen, wenn auch weit entfernt vom Original!

Wertung: 7/10

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