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Wenn ein Jim Wynorski einen Softsexfilm mit teilweise abgehalfterten Sternchen dreht, sollte man sich eigentlich nicht über das miese Endergebnis beschweren. Doch etwas mehr als Silikon unter Palmen wäre auch ohne größeren Aufwand möglich gewesen.

Drei Amazonen, welche alle Jones heißen, sollen ein Artefakt aufspüren und es einer Restauratorin überreichen. Doch bei ihrer Suche im Dschungel stoßen sie nicht nur auf gefährliche Hindernisse...

Da die Darstellerinnen offenbar alle im Bereich Porno tätig sind oder waren, darf man natürlich keine ernsthaften schauspielerischen Leistungen erwarten, auch wenn es in diesem Bereich Ausnahmen wie Sasha Grey gibt. Nikki Nova, Cheyenne Silver und Angela Little kann man zu keiner Zeit ernst nehmen, nur leider nimmt sich die Geschichte übermäßig ernst, sofern man denn überhaupt von einer solchen sprechen kann, da willkürliche Begegnungen im Dschungel eigentlich nur dem Anlass weiterer Softsexeinlagen dienen.

Und auch diese fallen nicht gerade prickelnd aus, da einerseits auf explizite Darstellungen verzichtet wurde und unter den Damen rein gar keine Spannung zu spüren ist, weil wahrscheinlich innerhalb weniger Stunden auf Hawaii gedreht wurde und es offenbar keine konkreten Regieanweisungen gab. Mal schmust man am Stand, tanzt nackt vorm Lagerfeuer, angelt sich "Jungle Man" oder geht am Wasserfall baden.
Dazwischen gibt es einen Reiseführer mit umgeschnallten Vollbart und als raren Höhepunkt den Angriff eines Riesenskorpions, was per CGI fast so übel aussieht wie drei schwebende Totenköpfe zu Beginn des Debakels.

Die Sounduntermalung wird im Grunde nur von drei sich abwechselnden Songs getragen, welche ebenfalls nicht sonderlich zur Atmosphäre beitragen und auch die Ausstattung fällt bei einem Fast-durchweg-nackt-Filmchen natürlich recht spärlich aus. Zudem verunglücken sämtliche Versuche von Auflockerungen oder gar Gags und am Ende gibt es weder so etwas wie einen Showdown, noch auch nur den Ansatz einer Pointe. Selbst die Interviewfetzen während des Abspanns bieten keine interessanten Informationen.

So vermag selbst der kurze Auftritt einer natürlichen Schönheit wie Aria Giovanni nichts mehr retten, zumal sie das Dschungel-Dummchen spielen muss und insgesamt nur fünf Minuten mitmischt. Der Rest ist humorloser Humbug für Fans von viel nackter Haut und uninspiriertem Kuscheln, bei dem sich das alte Sprichwort mal wieder bewahrheitet: Wenn zwei sich streicheln, langweilt sich der dritte...
1,5 von 10

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