Review

Jack Black und Kyle Gass sind "Tenacious D".  

Im Gegensatz zu Filmen wie "Wayne's World" oder "Bill und Ted's verrückte Reise" gibt es Tenacious D wirklich. Sie haben zwei gute Platten herausgebracht und geben auch Konzerte. Kennt man die zwei Werke sowie die DVD "Tenacious D – The complete Masterworks" - die neben einem Konzert auch Kurzfilme, Videos und Fernsehauftritte enthält - dann hat man schon eine gewisse Erwartungshaltung. Jack Black als Schauspieler wusste eigentlich schon in "High Fidelity" zu überzeugen und ist wirklich ein toller Rocksänger (School of Rock). 

Die Handlung ist ja bei so einem Film (oder doch eher Rock-Musical (?)) auch nicht besonders wichtig. "Eat the Rich" war auch kein Epos, aber neben guter Musik war er sehr witzig und hat zu Recht bei vielen Kultstatus aufgrund des Sarkasmus und schwarzen Humors. Die Handlung ist also schnell erzählt:  JB haut von zuhause ab, trifft KG, gründet Band, Band hat Schreibblockade, sucht das "Gitarrenplektrum des Schicksals" (Pick of Destiny), trifft den Teufel. So weit so gut.

Problematisch nur, dass eigentlich kein Gag zündet und lediglich manchmal ein Grund zum Schmunzeln da ist. Hat man sich bei den "Complete Masterworks"-Filmchen, die für den Sender HBO produziert wurden, vor Lachen kaum halten können, ist hier billigster Mainstream angesagt; einmal sogar mit Fäkalhumor à la "Road Trip" und Konsorten.  

Teilweise werden die Gags der ersten Platte verbraten, z. B. Cock Pushups. Komisch, der Dialog über Liegestütz mit dem Pipimann ist audio ein Brüller; im Film funktioniert der Witz einfach nicht. Alles wirkt platt. Eine Hommage an die Verfolgungsjagd der Blues-Brothers oder an Herr der Ringe (Ring = Plektrum) will auch nicht so recht gelingen. Der Einbruch ins Rockmuseum ist dann nur noch peinlich. Mann, hättet ihr doch einen fetzigen Road-Movie gemacht… 

Was ist gut an dem Streifen?
 

  1. Eindeutig die Musik. Sobald die Handlung gesungen wird, der Film zum Musical wird, ist er toll.
  2. Gastauftritte Meat Loaf (als JB's Vater) und Dio
  3. JB's Traum: "Auftritt mit "Master Exploder" in der Bar
Gerade noch 3 von 10 Punkten, aber auch nur weil die Band und deren Musik toll ist. Hört die Alben und schaut euch lieber die Masterworks an.        

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