Mario Bavas „Planet der Vampire“ kann man getrost als Vorreiter solcher berühmten Filme wie Alien und andere Vertreter sehen. Bava schuf einen Science-Fiction Film, der sich auch heute noch nicht verstecken muss.
Seit vielen Jahren empfangen die Menschen seltsame Signale von einem fremden Planeten.
Zwei Raumschiffe, die Argos und die Gaillot machen sich auf dem Weg zum Planeten. Als man den Planeten fast erreicht hat, werden beide Raumschiffe plötzlich von unbekanntenb Kräften angezogen. Alle, bis auf Capt. Mark Markary werden bewusstlos. Als die Crew erwacht, sind sie aggressiv und attackieren sich gegenseitig. Nach ein paar Minuten ist der Spuk vorbei. Jedoch ist das Schiff leicht beschädigt, so dass die Reparatur einige Zeit benötigt. Markary und seine Crew machen sich auf den Weg zur Gaillot. Dort finden sie aber nur Teile der Crew tot vor. Nachdem die Crew begraben wurde, verschwinden weitere Mitglieder von Capt. Markary. Bald glauben einige der übrig gebliebenen, die tote Crew der Gaillot gesehen zu haben...
Der Plot kommt einem bekannt vor. Ist er auch, zumindest wurde er in dieser oder ähnlicher Art und Weise oft kopiert. Natürlich erinnert man sich sofort an Alien. Auch dort betritt eine Crew einen fremden Planeten und wird von einem fremden Wesen attackiert.
Genau so ist es auch in Bavas „Planet der Vampire“, wobei, ob es wirklich Vampire sind, darüber lässt sich wirklich streiten. Die Wesen selber bekommt man nie zu Gesicht, sie bemächtigen sich den Körper der Toten. Damit kommen wir sicherlich auch zu einer der besten Szenen im ganzen Film. Wie Untote oder Vampire, steigen sie aus ihren Gräbern, gezeichnet von Verletzungen.
Die Schauspieler werden den wenigsten was sagen, maximal Barry Sullivan in der Rolle des Cap. Markary. Daher darf man hier auch keine Höchstleistungen erwarten. Der Film wirkt natürlich auch schon ein wenig angestaubt und nicht mehr so unheimlich, wie er in den 60ern gewirkt haben mag. Doch „Planet der Vampire“ ist ein spannender B-Film mit einer hervorragenden Atmosphäre, die einem so schnell nicht los lässt.
Mario Bava führt hier Regie. Dies merkt man in jedem Bild. Die Bauten, welche offensichtlich aus Plastik sind und auch so wirken sollen, werden in den buntesten Farben getaucht. Jede Szene ist ein Unikat für sich. Die Bildkomposition, für die Bava bekannt ist, wird in jedem Bild sichtbar. Dazu sorgt immer aufkommender Nebel für eine weitere, unheimliche Atmosphäre.
Sicherlich sind die Tricks veraltet. Die Anzüge der Crew und besonders das Raumschiff erinnern ein wenig aus der Serie „Raumpatrouille Orion“, passen aber gut zum ganzen Film. Sicherlich war es von Bava so gewollt, dass der ganze Film ein wenig künstlich aussieht, so wird noch mehr Science-Fiction Atmosphäre geschafft.
Fazit: „Planet der Vampire“ ist ein optischer und atmosphärischer Genuss, der auch heute nicht viel von seiner Faszination verloren hat. Fans von Bava und/oder leichter Horrorkost kommen auf jeden Fall auf ihre Kosten. Wer alte Gruselfilme mag, ist hier genau richtig.