Casino Royale...
Oder wie man aus einer bewährten Franchise einen durchschnittlichen Big-Budget Schinken zimmert.
Als grosser Connery / Brosnan Fan ging ich so unvoreingenommen, wie möglich ins neueste 007 Abenteuer. Gleich zu Anfang bekommt man den Hauch der Totalrenovierung zu spüren, indem man den markanten Opener-Soundtrack schmerzlich vermisst.
Mit Daniel Craig wollte man dieses Mal einen möglichst realistischen, virilen Bond casten. Er hat in der Tat eine einwandfreie Leistung abgeliefert, jedoch ist sein Charakter auf jeden x-beliebigen Actionfilm übertragbar. Aber als James Bond- nein, dessen Anzug passt nicht.
Und dann die ‘'Neuerungen'' und Streichungen ! Der übliche Smalltalk mit Miss Moneypenny am Anfang trug noch nie entscheidend zur Handlung bei- gehörte aber definitiv zur positiven Signatur der Filme. Genauso wie die immer gerngesehenen Gimmick und Waffenvorstellungen von ‘'Q'' oder dessen Nachfolger. Dass manche Teile des Equipments häufig ins Reich der Phantasie gehörten, hat mich nie im geringsten gestört- im Gegenteil; ich wurde (fast) immer aufs beste unterhalten.
Wenn ich mich mit der Realität beschäftigen will, lese ich Zeitung oder schaue mir die Nachrichten an .
Und noch was ganz neues: Diesmal verliebt sich Bond, verliert die Frau und wird am Ende noch härter. Neu? Nein, denn schon 1969 in ‘'On Her Majesty's Secret Service'' erging es ihm ganz ähnlich.
Der neue Bond - Nein Danke.