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Mel Gibson der Lonesome Ranger ähm "Mad Max" beschert uns in der letzten Zeit neben seinem Alkoholproblem und einigen nicht netten Aussagen zum Judentum, einen Film der einmal bestätigt, das er nicht nur als Schauspieler ganz klar ein Talent ist, sondern auch im Regiefach. Nach "Der Mann ohne Gesicht", "Braveheart" und dem umstrittenen aber letztlich enorm erfolgreichen "Die Passion Christi" bescherte er uns eine wilde Dschungelhatz die es in sich hat. Schon zum zweiten drehte er in einer alten Originalsprache (der Maya) und setzt auf viele schonungslose Gewaltexzesse, die seines Bibelopus um weiten überlegen sind. Die Story in ihren wohlgediegenen historischen Setting ist simpel, es geht um einen jungen Mann namens Pranke des Jaguars der verschleppt wird um in einer göttlichen Ritual geopfert zu werden, während in einem Loch seine Frau die Schwanger ist und sein kleiner Sohn hocken. Es beginnt ein Kampf gegen Zeit und fiese Maya - Krieger. Noch nie war der angedeutete Niedergang einer Hochkultur so hypnotisch eingefangen worden, als in "Apocalypto". Nun über den historischen Gehalt des ganzen Szenarios kann man streiten, doch Gibson gibt die Welt der Inka und Maya glaubwürdig und realistisch wieder. Somit kommen wir zum Realismus!? In Sache Gewalt scheut sich Gibson nicht, Köpfe abhacken zu lassen, Körper auf jegliche Art und Weise durchbohren zu lassen oder jemanden das Gesicht von einem Jaguar zerfleischen zu lassen. Der Film entwickelt in der zweiten Hälfte eine unglaubliche Dynamik und die Action wirkt packend, ohne jemals aufgesetzt zu sein. "Apocalypto" zeigt einmal mehr, das Gibson die Themen die er verfilmt sehr am Herzen liegt und er diese auch meisterlich umsetzt.

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