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Mel Gibson schuf mit "Apocalypto" ein bildgewaltiges und farbenprächtiges Historiendrama, das gänzlich ohne bekannte Schauspieler auskommt und komplett in der Originalsprache der Maya aufgenommen wurde. Letzteres lässt das Erzählte authentisch wirken und die Darsteller liefern zudem eine intensive Darbietung ab. - Opulent ausgestattetes und spannend inszeniertes Epos, das mit hohem Tempo, insbesondere im letzten Drittel des Films, fesselt.
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Allen voran - die Bilder sind stark! Die Umgebung "lebt" richtig, man denkt, der Predator kommt jede Sekunde raus dem Busch gesprungen.. ;-) Alles ist super stark gefilmt! Mel halt! :-D Der Film hat anfangs sogar seine lustigen Momente! Sage nur - das Zeug, was er sich auf den Schwanz kippt XD Aber nach ca. 25 min. geht's los und das Dorf wird überfallen ! Es bleibt dabei immer spannend & sehr brutal ! Leider nervt mich die Sprache der Mayas auf Dauer, aber es ist ein Stilmittel, was den Film authentischer macht!
10
Mel Gibson beschreibt eine Möglichkeit des Untergangs der Maya-Kultur durch Dekadenz und Ressourcenverbrauch (sowohl menschliche als auch nichtmenschliche) durch Aberglaube - endgültig besiegelt durch die Ankunft der Spanier. Ob diese Deutung korrekt ist, ist nicht wirklich wichtig, optisch beeindruckt der Film auf jeden Fall. Phantastische Kostüme, Masken und atemberaubende Actionszenen (die Verfolgungsszene dauert wohl über eine halbe Stunde!) Auch die grausamen Mayaspiele und Menschenopfer gehen so schnell - durch ihre Eindringlichkeit - nicht mehr aus dem Sinn. Wow, was für ein Film, so was bekommt man nicht alle Tage geboten! 10/10
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Ursprünglich wollte der tief religiöse Gibson unter diesem Titel ein plakatives Werk über den in der Bibel geschilderten Weltuntergang drehen, doch nach der gemischten Resonanz seines Kreuzigungsepos bekam er kalte Füße und entschied sich für ein belangloses Actionabenteuer über die untergehende Kultur der Mayas, welches keinem Kinogänger auf die Füße tritt. Vom Jesus-Blutbad übernommen wurde nur der Hang zum Morbiden und Grausamen, der Aufwand bezüglich Kulisse und Kostüme sowie das minutiöse Darstellen weniger Handlungen (Überfall auf das Dorf, Verschleppung, Menschenopfer, Flucht zurück in den Dschungel), welche auf eine Laufzeit von über 2 Stunden aufgeblasen werden. Es geschieht also tatsächlich relativ wenig, es wird eben alles bloß möglichst lang ausgekostet, wenn auch inszenatorisch und stilistisch makellos. Es zeigt halt nur, dass Gibson mittlerweile komplexe Geschichten scheut.
7
Nach längerem zögern habe ich mir nun Apocalypto angesehen. Gibson hat diesmal einer weniger heises Eisen als Vorlage für seine Regiearbeit ausgesucht. Erzählt wird eine Geschichte die genausogut vor einem anderen Historischen oder Fiktiven Hintergrund spielen könnte. Dennoch ist sie gut erzählt das es bei 130 Filmminuten keine langeweile aufkommt oder Klischees überreizt werden. Die Kameraarbeit von Dean Semler ist erstklassig und gestätigt seinen exzellenten Ruf. Die Sets und die Ausstattung wirkt realistisch. Mal von der Tatsache abgesehen das die Mayas bei der ankunft von Cortes 1519 die Kultur der Mayas schon 600 Jahre zuvor ihren Niedergang hatte. 7/10 Punkte
9
Mel Gibson folgt dem Hollywood-Gesetz: Gewalt gleich Realismus! Wer jedoch einen starken Magen hat und über Untertitel sowie Darsteller die den gesamten Film über nackt herumlaufen hinwegsehen kann, dem soll dieser Streifen wärmstens empfohlen werden. Wer sich jetzt sagt, dass es sich hier um recht viele Kompromisse für einen Film handelt, der hat nicht ganz unrecht, doch das war bei Die Passion Christi auch nicht anders und genau das macht Gibsons Filme aus. Er besitz eine ganz eigene Art GEschichten zu erzählen und wenn man seine privaten Ansichten, die ja seit geraumer Zeit in der Presse kursieren ignoriert, so darf man ihn als einen der Meister der Filmkunst bezeichnen. Immerhin sind seine Filme im Bereich der Autenzität und Unterhaltung im ernsten Zusammenhang durchaus Meilensteine. Daher anschauen und selbst urteilen. Das einmalige Ansehen ist er auf jeden Fall wert. 9 von 10 Punkten von der Hangman-Station
10
Ein sehr gut gemachter Film. Die Kameraarbeit ist erstklassig und durch die wunderschönen Bilder bekommt der Film eine geheimnisvolle Atmosphäre. Auch, dass der Film in der Originalsprache ist, verstärkt diese Atmosphäre noch. Von der ersten bis zur letzten Minute ist der Film spannend und ich muß sagen, Mel Gibson hat als Regisseur ganze Arbeit geleistet.