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Das wunderschöne Mädchen Adelaide (Lilli Carati) hat den vertrottelten Camillo geheiratet (der Schauspieler ist auf diese Rolle spezialisiert und spielt in jeder zweiten Italo-Komödie den Idioten mit Sprachfehler aber viel Geld) und zur Flitterwoche und damit - wie Camillo gleich im Auto in der ersten Szene ankündigt - zur "Konsumation der Ehe" reist man ausgerechnet nach Schottland. Da das gebuchte Hotel auf wundersame Weise plötzlich ausgebucht ist, sucht man in einem benachtbarten prächtigen Schloß Unterkunft. Diese wird auch gewährt, allerdings ist der frühere Schloßherr Sir Archibald (ebenfalls ein alter Bekannter: Renzo Montagnani), der in den Armen einer Prostituierten "nach dem 7.Mal" sein Leben ausgehaucht hat, und jetzt als Gespenst samt Gehilfen sein Unwesen treibt, sofort hinter der hübschen Italienerin her, die ohnehin wenig Grund zu Freude mit ihrem Ehetrottel hat. So gelangt also "das Gespenst in mein Bett". Die Carati wird erwartungsgemäß vornehmlich beim Auskleiden und im Bad gezeigt. Gelungen ist die Szene, in der beim üppigen herbeigezauberten Dinner die Dame vom unsichtbaren Gespenst bis zum Orgasmus gebracht wird, währen der unschuldige Gatte ein halbes Hähnchen verspeist. Insgesmat sind die Späße aber auf gewohntem Italo-Komödien-Niveau. Obwohl ich kaum Italienisch verstehe, konnte ich nicht nur der Handlung sondern auch den Wortspäßen unschwer folgen (gilt also auch für alle anderen). Das Gespenst wird übrigens mit keinerlei optischen Tricks gezeigt, der Schauspieler verschwindet einfach durch einen Schnitt. Aus der Reihe der üblichen Italo-Klamotten sticht dieser Film in keiner Hinsicht hervor, außer daß er durch das Ambiente eine gewisse Abwechslung von den italienischen Badestränden und Großstädten bietet und insofern empfehlenswert ist. Mit Lilli Carati gibt es interessantere Filme (Oben ohne, unten Jeans; Ein Mann für eine Nacht; und auch: Sklavin für einen Sommer; von den vielen Hardcore-Filmen ganz abgesehen).
Wenig überzeugend sind die "Schotten" in der Gaststätte geraten, die natürlich ebenfalls ausschließlich von Italienern gespielt werden - und auch deutlich als solche erkennbar sind, außer daß sie Bier statt Vino trinken. Spanisch ist an dem Film übrigens auch überhaupt nichts, außer daß offenbar Spanien das einzige Land ist, in dem der FIlm außerhalb Italiens vermarket wurde.

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