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Der Voodoo in Horrorfilmen steht meist im Zusammenhang mit den allseits bekannten und beliebten Zombies. Da könnte man doch annehmen, dass ein Film, der sich ganz auf das Ritual an sich beschränkt, durchaus mit Innovationen glänzen kann. Könnte man...
Doch dann liest man die Inhaltsangabe. Jugendliche im Urlaub. Gut, zumindest ist es kein Campingausflug oder eine verlassene Blockhütte mitten im Wald, die als Ziel ausgesucht wurde. Stattdessen hat man sich für eine abgelegene tropische Insel entschieden. Dass dort ein Voodoomeister praktiziert, könnte man ein Pech bezeichnen. Denn dieser nährt die Geister des Voodoo mit den Ängsten der Teens. Eine Prozedur, die keiner überlebt.Mutig könnte man das Drehbuch durchaus nennen, mit "strohdoof" wäre es aber besser beschreiben. Denn die Motivation dahinter, den Killer noch während des Intros zu demaskieren, erschließt sich einfach nicht. Die Handlung kann man sowieso getrost vergessen, denn folgen kann und will man überhaupt nicht. Unser großer Voodoopriester hat nämlich noch eine Spezialfähigkeit: er kann die Gedanken der Menschen beeinflussen. Und so machen ständig aus irgendwelchen Gründen irgendwelche Leute irgendwelches Zeug. Wer auf wessen Seite steht und wer gegeneinander kämpft, ist darum auch immer wieder unklar.Das mag auch daran liegen, dass man die einzelnen Personen kaum auseinanderhalten kann. Keiner bietet herausragende Merkmale und da zu Beginn keinerlei vernünftige Charaktereinführung stattfindet, weiß man selbst zum Ende hin nicht mal die Namen der Einzelnen. Aber im Grunde gehen die Leute einem sowieso an sämtlichen Körperteilen vorbei. Die selten dummen Dialoge und zum Teil abrupten Schnitte sind dem Verständnis auch nicht unbedingt zuträglich.
Selbst wo andere Horrorfilme wenigstens durch ihre Schauwerte, sprich Effekte, noch einige Wertungspunkte herausholen können, bietet Voodoo Lagoon genau nichts. Gut, wer Tierchen mag, darf sich über einige Spinnen, Würmer und Ratten freuen. Das war's aber auch schon. Lediglich John Noble bringt durch sein schauspielerisches Talent noch ein Fünkchen Interessantheit in den Film ein.
Wer sich die DVD wegen des schönen Hologramm-Covers zugelegt hat, sollte sie besser im Schrank stehen lassen. Der Film ist gelinde gesagt Mist, da kann man Besseres mit seiner Zeit anfangen. Empfehlung? Mit Sicherheit nicht!

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