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Geralt von Riva, ein auf der Burg Kaer Morhen in Magie und Schwertkampf ausgebildeter Hexer, zieht durch sein Heimatland, das von Krieg, Monstern und Seuchen gezeichnet ist,. Geralt ist ein Meister seines Faches, der es mit jedem Gegner aufnehmen kann. Dabei wird er aber zum Einzelgänger, den man nicht gerade als Menschenfreund bezeichnen kann. So muss er sich nicht nur gegen die Monster durchsetzen, sondern auch gegen die dunklen Kräfte in den eigenen Reihen.

Kaiser Franz bemerkte einst, geographisch völlig zutreffend, "die Schweden sind keine Holländer" und nach dem Genuß von Geralt von Riva könnte man auch problemlos sagen "Polen ist eben nicht Hollywood". Ich kenne zwar nicht die zugrunde liegende Romanvorlage, wohl aber das aktuelle Fantasy Rollenspiel für Erwachsene, das gelinde gesagt klasse ist.
Man kennt also von dort den Hexer mit den wallendenweißen Haaren, der mit seinem Schwert allerlei Kroppzeug zerstückelt, insofern kann man schon ahnen das die FSK 12 Freigabe des Films deutlich sanfter ausfällt. So muß man dann auch prompt auf blutige Schwertkämpfe verzichten, aber wenn man die Fähigkeiten der ausführenden Darsteller so sieht, so merkt man schnell das so etwas wie Dynamik für alle Beteiligten ein Fremdwort ist. Kurz gesagt, die können nix. Lediglich in Sachen Freizügigkeit ist man nah am Computerspiel, denn so ziemliche alle Damen dürfen zumindest kurz aus ihren Gewändern fahren um den Witcher zu ähh witchen.
Ich hab erst im nachhinein gelesen das es sich bei dem Film um einen Zusammenschnitt einer Fernsehserie handeln soll, aber das kann man auch ohne Fachwissen gut erkennen. Da werden Personen gewichtig eingeführt, nur um dann zwanzig Minuten später nie wieder von ihnen zu hören. So etwas wie ein roter Faden fehlt in der Story zur Gänze. Aber auch die Darsteller lassen jede Tiefe vermissen. Der Hauptdarsteller kommt zumindest optisch ganz gut rüber, schafft es aber nur selten die innere Zerrissenheit seiner Figur rüberzubringen, sondern versucht sich mit einem einzigen grimmigen Gesichtsausdruck der irgendwo zwischen saurer Milch und ich muß kacken liegt, hätte Steven Seagal auch hinbekommen.
Zumindest weiß ich jetzt, das ich mir die Fernsehserie getrost sparen kann. Wie gesagt ein dicker Daumen rauf für das Spiel, aber den Film kann man sich schenken.
3/10

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