Review

Fünfte Runde bei den Cornflakeskindern hinterm Mond.
Wer wie ich nur das Original kennt und dessen B-Trash-Charme zu schätzen weiß, sollte sich kaum wundern, wenn die Storyline von 1984 einem hier noch einmal vorgekaut wird.
Diesmal sinds vier Jugendliche (plus zwei Vornewegopfer), die in ein nahe Gatlin liegendes Nest stolpern, wo der Maisdämon mal wieder einen ekligen Zehnjährigen besprungen hat.

Wie es Filmgott Zufall (oder Blödsinn - der wechselt ständig die Namen) so will, sucht die am wenigsten wie ein blöder Strahlemann (oder frau) aussehende Mitfahrende zufällig ihren stiftengegangenen Bruder, der "ihm, der immer abseits steht" gefolgt ist. Zwar hieß der im Original noch "ihn, der hinter den Reihen wandelt" (was auch mehr Sinn machte), aber wenn man ihn reiiiin zufällig gerade hier aufstöbert (Frauen haben ja sonst auch Probleme mit "Abseits") können wir uns auch gleich hier darum kümmern.
Müssen wir sogar, denn die Häckselfans burnen gleich mal das Cliquenmobil out, weswegen man Fred Williamsons Tip annehmen muß, den Bus zu erwischen.

Williamson versucht sich hier mit eingefrorener Mimik als Kleinstadtsheriff (und hat auch die für gewöhnlich angenommene Intelligenz dieser Hinterwäldler, was spätestens bei dem "Mähdrescherunfall" rüberkommt), scheitert aber hinten wie vorne. Die schmale Laufzeit holpert sich noch durch so manchen Quark (das wie für die vier Besucher bereitgestellte Haus; die komplett durchgeknallten Kinder, die erst zwei Autofahrer wegschnippeln, die vier dann aber erst mal verschonen; die Frau des ersten Opferpärchens, die, während ihr Freund mit ihr spricht, erst mal Maissammeln im Feld geht), ehe wir endlich David Carradine zu Gesicht bekommen, der wie ein zu Tode gelangweiltes Dämonenmarionettchen aussieht (und auch ist), ein witzloser Part, da wir seit der ersten Szene wissen, wo das Böse steckt.

Brüderle ist natürlich auch noch in der Kapelle und dem geht inzwischen die Muffe, weswegen er sein Schwesterlein auch breitflächig ans Herz drückt, was das Buch aber nicht hindert, hier noch jeden dahinzuraffen, der nicht wie die Hauptdarstellerin aussieht. Die reinigende Ansprache, die dieser Quark wirklich nicht braucht, ist, logo, auch noch drin.

Die Inkompetenz aller Beteiligten ist zwar nicht grenzenlos, aber viel geboten wird hier nicht, außer man erfreut sich an diversen Schlachteszenen, die aber für nicht mal 80 Minuten Laufzeit auch nicht abendfüllend sind. Der Showdown ist reichlich unspektakulär, der Schlußgag atemberaubend unzusammenhängend und die Zeit, die man mit diesem Film verbringt, in der Eisdiele besser angelegt. (2/10)

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