Für echte Jules-Verne-Fans ist der Film eine sichtliche Enttäuschung, wenn man sieht, was da in 90 min verzapft wird.
Der Film wird der Roman-Vorlage deshalb auch kaum gerecht, weil es natürlich auf der Insel wieder irgendwelche Riesenmonster geben muss, die die Schiffbrüchigen überfallen. Aber zu Zeiten Harryhausen war das in jedem zweiten Abenteuerfilm schick. Auch sonst kann man sich mit dem Plot kaum anfreunden. Warum haben die Schiffbrüchige teilweise andere Namen als im Buch? Wo kommen die schiffbrüchigen Frauen her?(ok, das macht sich im Film immer ganz gut als Hingucker) Wozu wird das Geheimnis um Kapitän Nemo so zeitig gelüftet? Hirnverbrannt auch die Erklärung von Nemo, dass er die Riesenkreaturen gezüchtet hat, um sie der Menschheit als Vermächtnis zu hinterlassen ("ich kann den Hunger in der Welt besiegen"). Dieses Ansinnen wird dem Charakter des Abtrünnigen überhaupt nicht gerecht, hatte er doch ein für alle mal mit der gesamten Menschheit gebrochen und wollte in seiner Nautilus nur noch allein sein, zumindest laut Verne...
Fazit: Buch-Adaptionen sind immer heikel, aber hier würde sich Verne im Grabe umdrehen, Nicht-Verne-Fans können mal reinschauen.