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Während des Amerikanischen Bürgerkriegs schaffen ein paar Unionssoldaten die Flucht aus einem Gefängnis per Heißluftballon. Wind und Wetter treiben die Gefährten weit ab und bald geht es über den Ozean bis zu einer abgelegenen Insel. Dort kämpft man nicht nur gegen riesenhafte Kreaturen ums Überleben, auch der ansässige Vulkan macht Anstalten.

Basierend auf der literarischen Vorlage von Jules Verne borgt sich der von Cyril Endfield inszenierte Abenteuerfilm einige Elemente aus dieser, ändert aber auch einige Gegebenheiten sowie Figuren ab. Muss man sich drauf einlassen und das Werk für sich betrachten, immerhin schwingt der Name Ray Harryhausen hier mit. Schaut man sich das Ganze wegen ihm und seinen Kreationen an, so macht sich allerdings Enttäuschung breit. Nicht über die technische Umsetzung, die eingesetzte Stop-Motion-Technik ist wie so oft charmant. Es mangelt einfach an spannenden Kreaturen. Die Molluske ist putzig aber ansonsten gibt es eben eine Krabbe, Bienen und einen Vogel. Nur in groß. Haut nicht vom Hocker, mir macht eine gute Portion Phantastik da einfach mehr Spaß.
Die zweite Hälfte bekommt mit dem Auftauchen einer weiteren Figur mehr Pep, davor ist das Erkunden der Insel zwar nett, aber auch etwas träge geraten. Dabei bietet „Mysterious Island“ ein paar interessante Konstellationen wie die Unterwasserruinen oder den Konföderierten in der Gruppe, bezieht daraus aber nur milde Spannungen. 

„Aren't you ready to dance with the devil now?“

Nicht die erste und nicht die letzte Verfilmung des Buchs von Jules Verne. Mit seinen Tricks und dem ganzen schwammigen Compositing irgendwie charmant, in der ersten Hälfte aber auch immer wieder etwas träge. Die Kreaturen überzeugen technisch, sind aber aufgrund ihrer Art einfach nicht so eindrücklich. Insgesamt ein nettes, aber nicht durchgehend überzeugendes Abenteuer.

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