Alle Kurzkommentare


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kurz angerissen* erstmals veröffentlicht: 20.03.2009 Harryhausens Tricks wirken auf den ersten Blick diesmal etwas bodenständiger, weil sie überwiegend normale Tiere (eine Biene, eine Krabbe) in überdimensionalen Ausmaßen zeigen; allerdings befinden sie sich technisch auf allerhöchstem Niveau, was man vor allem an der Interaktion mit den realen Akteuren sieht, für die auch mal zu Zwecken von Nahaufnahmen Kulissen zum Einsatz kamen. Das Rahmengerüst ist simpel, hat jenseits der Tricksequenzen aber soviel Dynamik zu bieten wie die allerwenigsten anderen Filme seiner Art. *weitere Informationen: siehe Profil

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kurz angerissen* erstmals veröffentlicht: 02.03.2014 Ray Harryhausen prägt mit seinen einmal mehr beeindruckenden Stop-Motion-Effekten diese Jules-Verne-Verfilmung und gibt ihr das überdimensionierte, exaggerierte Bild des Naturalismus, der aber mit jeweils einem Bein in der Prähistorik und dem Surrealismus verankert ist. Die Ballonfahrt zu Beginn provoziert Vergleiche zu Dorothys Reise nach Oz, und als dann aufgeblähte Versionen tatsächlich existierender Lebewesen hinter den Hügeln hervorkrabbeln, wird damit das Bild der Natur bedient, die jenseits menschlichen Eingreifens schalten und walten kann, wie sie möchte. Nicht zu verachten ist auch die Gruppendynamik innerhalb der Runde der Gestrandeten, die erst recht durcheinandergewühlt wird, als Kapitän Nemo ins Spiel eingreift. Mitunter beeindruckend auch die gebotenen Bilder, insbesondere des Tauchgangs an der versunkenen Stadt entlang. *weitere Informationen: siehe Profil

6

Ein buntes und kindliches Stück Abenteuerkintopp frei nach Jules Verne, darum hat der zwielichtige Kapitän Nemo einen Auftritt. Die lockere und unbekümmerte Gangart orientiert sich ein wenig an den Streifen mit Errol Flynn, deshalb fällt den Gestrandeten trotz aller gefährlichen Situationen vieles in den Schoß. Schon bei der Flucht zu Beginn haben sie mehr Glück als Verstand, weil ihr Heißluftballon nicht von den Verfolgern abgeschossen wird und während des heftigen Gewitters fliegt, und die Insel erweist sich dann als fast schon paradiesischer Ort. Allzu viel Mühe mit dem Erlegen der Untiere haben unsere wackeren Helden auch nicht. Das hat mich an den Filmen mit Beteiligung von Ray Harryhausen immer gestört: Er entwirft und animiert all diese wunderbaren Geschöpfe mit so viel Liebe und Sorgfalt, nur damit diese meist prompt erdolcht, erschlagen oder gefressen werden. Der Laufvogel tut einem richtig leid.

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