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Ein wohlhabender Unternehmer (Vadim Glowna) im Rentenalter, verbringt einige Nächte an der Seite von nackten schlafenden jungen Frauen in einen zwielichtigen Etabissement. Nachdem vor vielen Jahren seine Frau und Tochter bei einem Autounfall ums Leben kamen, grämt er sich mit dem Gedanken, dass es kein Zufall, sondern Suizid war. In Gesprächen über Leid, Verzweiflung und Tod mit seinem Freund (Maximilian Schell), bringt dieser ihn in Kontakt mit dem "Haus der schlafenden Schönen".



Grundsätzlich lehne ich diesen (meist von Frauen im reiferen Alter) pauschalisierenden Begriff "Altherrenphantasien" ab. Leider handelt es sich bei "Das Haus der schlafenden Schönen" jedoch um genau dies.

Hauptdarsteller Vadim Glowna, der auch gleichzeitig die Regie führt, ergeht sich, während er banale philosophische Phrasen von sich gibt, am Befummeln und Brüste benuggeln von hübschen jungen Frauen. Das Dekor ist symbolträchtig in Szene gesetzt und unterstreicht die morbide Atmosphäre.



Alles bleibt jedoch fad und emotionslos. Der geschulte Cineast ahnt schon zeitig, wohin das Ganze läuft. Ohne große Entwicklung der Charaktere oder der Story, plätschern 90 Filmminuten dahin.



Spaß hatte lediglich Vadim Glowna, dass er mit Mitte 60, auf diesem Weg noch die Möglichkeit hatte, nackte junge Frauen anzutatschen. Für mich waren "Das Haus der schlafenden Schönen" vergeudete anderthalb Stunden.

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