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Email Killed The Telephonestar

„One Missed Call: Final“ schickt als dritter und letzter Teil der Trilogie rund um nahezu unbesiegbare „Handyflüche“ weit vor WhatsApp und Co. eine japanische Schulklasse auf eine Tour nach Südkorea, wobei sie von mörderischen MMS, SMS, Anrufen (von sich selbst!) und neuerdings auch Emails aus der Zukunft verstört und zerstört werden…  

Der Crazy Frog war gruseliger…

Während vor allem im zweiten Teil eher Erwachsene von dem Telefonfluch aus der Zukunft bedrängt wurden, ist nun in „Final“ wieder eine Gruppe reiner, dummer Teenager an der Reihe. Und daher ist Teil 3 wohl der slashernaheste der Reihe. Und mit Smartphones am Horizont konnte das Franchise eh nicht mehr ewig auf den bekannten Pfaden weitergehen, musste sich entweder komplett neu erfinden oder aufhören. Und man entschied sich für eine komische Mischung, eher für einen Schlussstrich. Womit ich leben kann, da man bei „Final“ schon ordentliche Abnutzungserscheinungen spürt. Teil 2 war schon ein Schritt runter - das hier rutscht dann doch deutlich unter'n Strich. Die jugendlichen Opfer sind einem ziemlich egal. Die gruselige Atmosphäre wird deutlich dem Schockmomentum untergeordnet. Die Verbindungen zu den Vorgängern sind maximal spärlich. Einige gebliebene Muster haben sich in den weit über vier Stunden der Reihe mittlerweile massiv abgenutzt. Und Tonfall, Art, Aufbau sind nochmal ein gutes Stück Richtung Mainstream und Berechenbarkeit gerückt. Bis auf ein jeckes Finnish. Deswegen sind einige Themenbereiche und DNA-Stränge noch immer furchterregend, jedoch wesentlich indirekter und ausgefranster denn je. Nur noch für Komplettisten. Vor allem suboptimale Computereffekte, teils lächerliche Todesszenen und ein vollkommen verwirrendes und verwirrtes „Internetfinale“ ziehen diesen Ableger runter. 

Fazit: ein vielleicht noch brauchbarer, aber keinesfalls wow'ender oder unbedingt benötigter Abschluss der „One Missed Call“-Trilogie. Eher J-Horror-Platzhalter. 

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