Review

Ja, hier haben wir Dr. Bolls neueste Regieleistung zu bewundern. Eine weitere Computerspielverfilmung, die mit einem für Bolls Verhältnisse hohen Budget aufwarten kann. Die schätzungsweise 60 Mio. Dollar, welche unser akadamüsierter und promovierter Literaturwissenschaftler mit hang zum B(escheuert)- Movie für

SCHWERTER DES KÖNIGS- DUNGEON SIEGE

investiert hat können getrost als verschwendet bezeichnet werden!

Dabei konnte Boll doch auf eine Riege namhafter Akteure zurückgreifen, die wohl unterschiedlichste Zielgruppen ansprechen sollten. Da wären der Actionstar Jason Statham, der T-Rex unter den mal erfolgreichen Hollywoodakteuren Burt Reynolds und der C- Movie Star Ray Liotta, exemplarisch zu benennen.

Was konnte da bloß schief gehen Herr Boll???

Aber bevor wir dieser Frage intensiver nachgehen, soll die fantastische Story von SCHWERTER DES KÖNIGS- DUNGEON SIEGE Erwähnung finden:

Der richtig fiese Magus Gallian (total peinlicher Ray Liotta), macht sich an die Tochter Muriella(stinklangweilige Leelee Sobieski) des Hofmagiers Merick (routiniert spielender John (Gimli) Rhys-Davies) ran, um ihre magische Power auszusaugen, um die Herrschaft über das von König Konreid (senil wirkender Burt Reynolds) regierte Königreich, zu übernehmen. Dabei soll der Neffe von Konreid, Duke Fallow (total verblödeter Matthew Lillard) ihm tatkräftig zur Seite stehen, indem er Gillians verzauberte Streitmacht von Krugs (sehen aus wie billige Orks, sind jedoch was anderes) in den Kampf gegen die königlichen Legionen führt...
Der Farmer (arg enttäuschender Jason CRANK Statham) führt ein ruhiges und beschauliches Leben, bis jedoch die fiesen Krugs sein Balg meucheln und seine Frau Solana (Claire Forlani) entführen. So greift auch unser vermeintlicher Bauerntrampel zum geschmiedeten Eisen und erklärt mit seinen treuen Weggefährten Norick (hirnamputiert spielender Ron Perlman) und Bastian ( Will (billiger Legolas Abklatsch) Sanderson), den Krugs und Gallian den Krieg...

Storytechnisch kann man SCHWERTER DES KÖNIGS nicht wirklich etwas vorwerfen. Gängig ist die rigide gut und böse Polarisierung. Nichtsdestotrotz verbietet diese Fantasytradition nicht per se den Charakteren eine gewisse Tiefe und Authentizität zuzusprechen. Ganz im Gegenteil! Dieses Genre lebt von Identifikationen mit den Protagonisten! Da wären wir auch schon beim ersten Schwachpunkt des Films: Die Wahl der Akteure. Jason Statham, der den Helden mimt passt kein bisschen in diesen Film! Ständig musste ich daran denken wie er mit Schusswaffen rumhantiert, halsbrecherische Autofahrten vollführt und mitten in Chinatown kopuliert! Nein, so sieht kein Fantasyheld geschweigedenn guter Schauspieler aus. Gleiches Spiel mit Opi Reynolds... War früher noch auf dem Highway die Hölle los, so fröstelt es den Zuschauer beim Anblick von solch dillethantischer Schauspielerei! Kurz: Die Guten in diesem Film sind echt fürn Arsch!
Wenn ihr glaubt das es mit den Bösewichten besser steht, dann liegt ihr zu 100 % daneben. Ray Lioatta als Schwarzmagier ist nur lächerlich. Wer einem jedoch noch mehr die Sprache verschlägt ist Matthew Lillard, der sich wohl an Jim Carrey orientiert! Peinlich ohne Ende!
Wer sich jetzt sagt: „Och naja, Schauspieler sind mir jetzt ja nicht sooo wichtig- vielleicht überzeugen ja die Effekte, denn bei dem Budget...“ Nein, leider auch die nicht! Obwohl sich nach Bolls Aussagen die Postproduktion, also das CGI reingefriemel in diesen dümmlichen Film, über viele Monate erstreckt hat, ist davon kaum etwas zu merken. Viele Szenen wurden aus LOTR (Bergspaziergang und Mordorambiente beispielsweise) fast 1:1 plagiiert- nur billiger halt! Auch die Masken der Krugs sind Sondermüll und wenn man sich den Martial-Arts Kampfstyle von Statham dann noch zu Gemüte führt, dann gehen alle Türen der Toleranz zu.
Billig kann Boll gut, auch wenn’s Scheißviel Kohle kostet- Das ist ein wunderschön nutzloses Talent.
Von den Dialogen brauchen wir gar nicht erst anfangen, denn hier scheint wohl nur Boll zu verstehen, was er mit zwei Wort Sätzen an den Mann bringen möchte.
Kurz und gut: Der Film ist in jeglicher Hinsicht Schrott!
Einzig lobenswert war die Abspannmusik! Zwei Tracks von Blind Guardian und einer von Hammerfall waren zu hören!

FAZIT:
Unpassende Schauspieler, die grottig spielen. Billiges CGI-Spektakel. Hirnamputierte Kampfszenen. Extreme Langeweile! Selbst für eine Direct to DVD Produktion wäre der Streifen nur Mittelmaß!

Schade ums Geld!

1 Punkt

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